Im Februar 2009 waren wir in Vietnam. Nach 3 tagen Saigon ging es dann 2 Tage mit einem kleinen Boot und vier Passagieren durch Mekong-Delta. Weiter mit dem Auto nach Rach Gia und von dort mit einer Fähre auf die Insel Phu Quoc. 

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Wir starteten im Februar. Super Flug. Hong-Kong umsteigen. Ziel war Saigon oder auch offiziell Ho-Chi-Ming-Stadt.

Schon beim Landeanflug fällt die aus unserer Sicht recht caotische Anordnung der Häuser auf. In einer Stadt mit ca. 10 Mio Einwohnern ist man nicht immer wählerisch mit dem Platz.

Die Grundstücke sind also klein, die Häuser (hier zwei Hotels) sind dementsprechend schmal. Unser Hotel war etwas breiter und mitten in der City. Wir konnten vieles touristisch interessantes zu Fuß erreichen.

Aber erst nachdem etwas Wichtiges gelernt hatte: die Straße zu überqueren. Nicht leicht für einen überregulierten Deutschen. Dies ist nur eine Nebenstraße, aber der Strom der 5 Mio Motobikes reißt nicht ab. Im Reiseführer stand: Einheimische beobachten, sich an deren Fersen heften und hinterher. Es geht - wir sind die lebenden Beweise.

 


 

Das Leben findet auf der Straße statt. Immer und jeder Zeit. Vietnamesen essen gern und überall findet man leckere Sachen. Nicht nur Früchte.

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Obwohl die vielen Früchte schon lecker sind! Und manchmal werden sie auch noch sehr traditionell vermarktet.

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Es gibt in Vietnam koloniale Einflüsse von mehreren Nationen. Beim Rathaus (oder auch hotel de ville) sind die Franzosen unverkennbar. Aber auch an vielen anderen Stellen findet man koloniale Prachtbauten.

 

IMG_021.JPG Zu einer modernen Stadt gehört natürlich auch moderne Kommunikationstechnik. 
IMG_030.JPG   Das Moped ist nicht nur Transportmittel für 4- oder auch 5-köpfige Familien, viele große Kisten, riesige Wasserfässer, Schweine, Gerüstbauteile und vieles andere, es leistet auch...  
IMG_0764.JPG   ...hervorragende Dienste bei ganz menschlichen Bedürfnissen...  

 

Nach zwei Tagen Großstadt mit jeder Menge Leben, Lärm und Mopeds ging es dann mit zwei weiteren deutschen Touris, einem Guide und einem Fahrer im Minibus ins Mekongdelta. Dort findet das Leben am und fast im Wasser statt.  

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Eine sehr fruchtbare Gegend. Es wird jede Menge Reis angebaut, aber auch verschiedene Früchte und Gemüse. Hier ist das Boot wichtiger als das Moped.(Ohne geht's aber dort auch nicht)

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Wer ein etwas größeres Boot hat braucht kein Haus. Eindeutiges Kennzeichen einer Wohnung ist die Fernsehantenne.

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Auch solche "Wohnungen" gibt es an vielen Ufern.

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Aber eines war immer gegenwärtig: die Menschen waren nett und freundlich. Oft waren wir in Gegenden wo Touristen wahrscheinlich nicht täglich auftauchen, und wir waren als solche unverkennbar. Uns wurde zugewunken und nicht nur die Kinder freuten sich.

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Manche Kinder kamen, schüttelten uns die Hand, sagten ein paar Worte auf Englich und wollten fotografiert werden ohne die Hand nach ein paar Dong aufzuhalten.

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Trotz hunderte Kilometer solcher Nebenarme und Kanäle ist so ein Foto ohne Bewohner an den Ufern eher selten. Man wird immer daran erinnert in einer der am dichtesten besiedelten Gebiete zu sein.

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Auf einem schwimmenden Markt wird natürlich auch mit dem Boot eingekauft - oder aufgekauft um weiterzufahren zum einem anderen Markt - vielleicht auf dem Land.

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Ein typisches Straßenrestaurant, natürlich mit den typischen Kinderstühlen und Kindertischen. Jedenfalls kam es uns so vor. Fleisch gabs vom Grill und Reis aus dem großen Topf. Geschmeckt hat' s uns gut und für den Preis von zwei Essen gibt es bei uns nicht mal ein Bier.


Wir sind inzwischen auf Phu Quoc angekommen, einer Urlaubsinsel. Sommer, Sonne Sand und Meer. Aber leider meist auch Plastetüten, Plasteflaschen und viele andere Zivilisationsrückstände, die nicht in wenigen Tagen durch die Natür recycled werden.

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Für dieses Super-Foto "Strand mit Palme" haben wir schnell mal ein wenig aufgeräumt. Bei den Stränden an den Hotels werden solche Arbeiten selbstverständlich vom Personal erledigt.

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Die mobile Strandversorgung ist überall lobenswert.

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Der erste Fisch, den ich in meinem Leben geangelt habe. Unverkennbar habe ich noch Steigerungsmöglichkeiten.

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Mit so einem Fang hat Fritzi mich natürlich um Längen übertroffen.

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Abendessen an Bord.


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Die Korallen beim Schnorcheln waren wunderschön und die Seeigel hatten fürchterlich lange Stacheln.

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Ohne Stacheln, ganz frisch und roh sollen sie eine Delikatesse sein - ähnlich wie Austern. Na ja, probiert haben wir auch.

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Religion spielt bei 20% der Bevölkerung keine Rolle. Es gibt trotzdem noch genug Hindus und natürlich auch viele prunkvolle und ganz großen Helden gewidmete Tempel.


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Eine Marktstraße auf Phu Ouoc. Eingkauft wird vom Moped aus. Für einen Tag hatten auch so ein "Motobike" gemietet und mußten dort natürlich durch. Die Verständigung klappte ganz gut. Unser Vietnamesisch ist nicht so toll, aber alle in der Tourismusbrange Tätigen sprechen ausreichend Englisch. Ein Moped kann man ganz einfach mieten, indem man die Hotelhoheit verläst und auf eine der fragenden Rufe: "Motobike?... Motobike?" einfach mal nickt. Mehr ist nicht nötig. Unsere Frage ob wir denn auch irgendwelche Papiere für das Motobike benötigen wurde mit einem Lächeln und dem freudigen Präsentieren den vollen Tankes beantwortet.

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Wir waren die einzigen Touris dort, hatten aber trotzdem keinen Moment das Gefühl dort zu stören und nicht wilkommen zu sein.


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Manchmal denkt man Asiaten sind einfach aus Überlebensgründen nicht so Übergewichtig.

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Am letzten Tag fanden wir dann noch einen Beweis für die unverbrüchliche Freundschaft...