An Oregons Küste befinden sich elf interessante Leuchttürme und wir stoppen an jedem auf unserem Weg: dem
57 Meter über dem Meeresspiegel liegende Capo Blanco Lighthouse aus dem Jahre 1894, Oregons ältestem noch in Funktion befindlichen Leuchtturm,

dem achteckige Gebäude des Coquille River Lighthouse aus dem jahre 1896

und dem Umqua Lighthouse

mit dem schönem Blick auf die Dünen.

Am Seven Devils Beach

gibt es einen windgeschützten Picknickplatz, so richtig zum Pausieren.
Die angepriesene Seven Devils Road entpuppt sich nach vier Meilen als Gravel Road, also umkehren.
An der Barrett Creek Lane toben wir ein bißchen durch die großen Dünen, in denen die Quads ununterbrochen herumtösen.

In der Mündung des Siuslaw River planschen jede Menge Seehunde herum, wie einer Horde spielender Kinder.

Das Silver Sands Motel in Florence ist schon ein wenig abgewirtschaftet, aber wenigstens sauber. Überhaupt sind viele der Hotels zwar im Preis gestiegen, aber es wurde Nichts investiert. Oft waren die Fliegengitter heraus gerissen, die Mischbatterien defekt, Lampen funktionsuntüchtig und auch in die Ecken durfte man nicht so ganz genau schauen.
An der Sea Lion Cave sind natürlich keine Seelöwen, denn die kommen aus Alaska vorwiegend zur Jungenaufzucht hierher. Aber man kann schon einen Blick auf das 1894 erbaute Heceta Head Light and Keepers Quarter erhaschen. Dieser Leuchtturm liegt rund 62 Meter oberhalb des Ozeans und hat das hellste Licht der Oregon Coast.

Es sieht nach Regen aus und Henry, Micky und Uwe beschließen, ohne weiteren Stopp bis Woodburn durchzufahren.
Dieter, Fritzi und Roland laufen noch zu dem schönen Leuchtturm,

von dem wir vor drei Jahren wegen des Seenebels gerade noch das rote Dach des kleinen Anbaus erahnen konnten.
Nun hat uns der Sturzregen doch eingeholt. Es dauert jedoch nur zehn Minuten und Dieter ist bei uns im Auto trocken aufgehoben.
Es klart immer weiter auf, ab und zu scheint sogar die Sonne und gewährt einen fantastischen Blick auf die wilde Küste.

Wo sind die Anemonen, Seesterne und Seeigel? Im Cape Perpetua Marine Garden finden wir in dem trüben Wasser mit den vielen Algen an der Oberfläche

nur sehr wenige Anemonen.

Wir bestaunen die vielen Mini-Palmen. Jede Welle drückt sie platt auf den Boden, wenn das Wasser abläuft erheben sie sich wie Steh-auf-Männchen.

Trotzdem ist es ein schöner Tag für uns, denn wir können halten und herumlaufen, wo wir wollen ohne ständig Plätze mit Bänken zum Ausruhen suchen zu müssen. Irgendwie war das bei der letzten Bike Tour anders, da sind wir spätestens um 8:00 Uhr morgens los, haben jeden Viewpoint sowie sogar kurze Wanderungen mitgenommen und nur relativ kurze Pausen eingelegt. Aber das ist einige Jahre her und vielleicht benötigen ältere Biker einfach mehr Zeit.
Dem Premium Outlet in Woodburn mit seinen 114 Geschäften statten wir auch noch einen Besuch ab. Obwohl niemand etwas braucht, kommen alle mit gefüllten Tüten wieder heraus.
Und sogar der Wettergott war die gesamte Reise mit uns. Jeden Tag wurde Regen versprochen, aber wir sind vor dem Regen her gefahren und hatten meist Sonnenschein.
Nun bleiben nach 1.650 Meilen 'Follow Me' nur noch die Bikes abzugeben, ein letztes Foto zu schießen

und Henry, Roland und Uwe am Flughafen abzuliefern. Nun werden wir leider auch nicht mehr mit Rolands liebevoll portioniertem Frühstücks-Obst verwöhnt.
Für Dieter, Fritzi und Micky ist es noch zu früh, die Zimmer im Rodeway Inn sind noch nicht bereit. Wir bummeln ein wenig herum und entdecken am Busbahnhof mietbare Fahrradgaragen.