Am Flughafen Hamburg beginnt es mit kleiner Aufregung, Micky hat sein gesamtes Beautycase im Handgepäck. Da dauert die Kontrolle natürlich etwas länger.
Nach einem kurzen Flug empfängt uns Keflavik mit 10°C und Regen.
Nächste Überraschung, Henrys einzigartige Reisetasche hat plötzlich ein Vorhängeschloß, welches sich nicht öffnen lässt. Was tun? Auf zum Zoll und der freundliche junge Mann hilft mit einem sehr großen Bolzenschneider.
Unser glücklicher Henry öffnet die Tasche und ist völlig verwirrt, es ist gar nicht seine Tasche. Nach einem kurzen Sprint holt Henry die Dame mit seiner Tasche ein. Da hat er aber Glück, seine geliebten Hansa-T-Shirts wären fort gewesen, aber die Dame hat die gleiche Größe, die Klamotten hätten wohl gepaßt.
Eigentlich schade, denn welchen Spaß hätten wir mit Henry in Damenklamotten auf dem Bike!



Das Guesthouse des Hotels Keflavik ist zwar leider nur mit Gemeinschaftsbad, aber sauber und gut ausgestattet.



Den Nachmittag nutzen wir trotz des ungemütlichen Wetters zu einem Abstecher nach Reykjavik. Die Sonne lugt hervor und wir bummeln ein wenig durch die Altstadt.

Kurzer Stopp an der das Stadtbild von Reykjavik dominierende Hallgrimskirche, dem größten Kirchenbauwerk Islands.

In dem knapp 75 Meter hohen Turm befinden sich drei große Glocken und ein Glockenspiel mit 29 Glocken.


Von der Aussichtsplattform hat man einen weiten Blick über Reykjavik und die Umgebung.

 
Und die 15 Meter hohe und 15 Tonnen schwere Orgel der Kirche wurde von Johannes Klais Orgelbau, natürlich aus Bonn, geschaffen.



Dann fängt es an zu schütten und wir 'besichtigen' die Hafenpromenade nur noch vom Auto aus.
Wieder im Trockenen stoßen wir mit Rolands Wein auf eine glückliche Reise an.



Obwohl wir nur im Guesthouse des Hotels untergebracht sind, bekommen wir das gleiche Frühstück wie die Hotelgäste, einfach super.
Bereits 7:30 Uhr sind alle bereit und los geht es in unserem Van bei 6°C und leichtem Niesel zum Goldenen Circle.



Das ist zwar die Route für Hunderte von Bussen, aber es gibt einen schönen Einblick in die interessante Natur Islands.
Am Thingvellier unternehmen wir die kurze Wanderung



zum Oxarar Wasserfall.





 Unser mittägliches Picknick gibt es am See Laugarvatan



und Roland nutzt die heißen Quellen für ein Bad.



An dem Geysir Strokkur bleiben wir etwas länger und beobachten mehrere der regelmäßigen Ausbrüche, zum Abschluß sogar einen Doppelausbruch.



Die Temperatur steigt kurzzeitig auf 11°C, fast tropische Temperaturen, jedenfalls für Island.
Und am Gullfoss, dem fantastischen Wasserfall mit der engen Schlucht,



gibt es sogar einen winzigen Regenbogen.
Mit diesen Allradbussen kann man Abenteuerfahrten auf die Eisfelder unternehmen.



Den 55 Meter tiefen Vulkankrater Keriö nutzen wir für eine kurze Wanderung um den See herum.



Das Lobster-Restaurant sieht sehr gut aus, aber es ist uns zu teuer. Im nächsten Restaurant ist es preiswerter, schmeckt aber auch nicht. Der Fisch (Catch of the day) ist nicht frisch. Den bekomme ich nicht herunter, brauche dann auch nicht bezahlen, sehr kulant.
Am Abend bleibt sogar noch ein wenig Zeit, durch Keflavik zu schlendern und die vielen Angler auf der Pier zu beobachten.



Am nächsten Morgen geht es über die Straße 42 zum See Kleifarvatn, der sich durch das Erdbeben von 2000 abgesenkt und eine heiße Quelle am Ufer freigelegt hat.
Wir fahren durch interessantes Gefilde über die teilweise unbefestigte Straße. Aus der zerklüfteten Landschaft schauen die spitzen Kanten der moosbedeckten Lava heraus. Hier möchte man nicht von A nach B geschickt werden.



Am Straßenrand trocknen Fischköpfe, sie sollen als Delikatesse nach Afrika geliefert werden.



Trotzdem ist der Gestank eine Zumutung für die Anwohner.
Die erstaunlich heiße Quelle am See ist natürlich abgesperrt. Aber in dem Areal mit dem Schwefelblubber, fast wie auf Neuseeland oder im Yellowstone, kann man auf einem Boardwalk herum laufen.



Und immer wieder die Hinweisschilder auf Elfen oder Wikinger.

Zur blauen Lagune schaffen wir es auch noch,



huch, die Brücke ist weg!



Nun haben die Dienste in den USA wohl genügend Bilder und Fingerprints von uns, denn diesmal ist das Einchecken super easy, ohne Fragen von grimmigen Uniformierten.