Um den Heimflug nicht zu lang werden zu lassen, nutzen wir New York für einen kleinen Zwischenstopp.
Wir stehen ganz früh auf, ein angenehmer Flug bringt uns zum Kennedy International Airport und nach einem zeitintensiven Kampf mit der MetroCard sitzen wir auch schon in der Subway.
Unsere Station Queensboro Plaza ist eine riesige Baustelle, aber nach kurzem Verwirrspiel finden wir unser
Country Inn & Suites doch ziemlich schnell, es sind nur 300 Meter Fußweg. 

Mit Blick auf Skyline, Roosevelt Island und die Queens Bridge schlendern wir am Ufer des East River entlang.

Das grandiose 1913 als Kopfbahnhof mit den zwei Ebenen eröffnete Grand Central Terminal (Central Station) lassen wir natürlich auch nicht aus. Es ist der Bahnhof mit den meisten Gleisen weltweit. Und das Waldorf-Astoria hat hier exklusiv für seine Gäste einen eigenen Bahnsteig mit einem privaten unterirdischen Gang.
Besonders sehenswert ist die große Haupthalle mit dem zentralen Kiosk und den vier Uhren.

Die Hop On - Hop Off - Tour buchen wir diesmal bei TopView. Wir fahren teilweise eine andere interessante Route, zwar nicht an den Vereinten Nationen vorbei, dafür am Hudson River entlang.
Interessanter Weise führt bis zur Upper West Side keine Brücke auf die andere Seite nach New Jersey, sie müsste wegen des Schiffsverkehrs auch 60 Meter hoch sein.

So wurde bereits 1927 der mit seiner Tunnelventilation als technische Meisterleistung eingeweihte Holland Tunnel eröffnet. Er besteht aus zwei Röhren mit je zwei Fahrbahnen. Schon am ersten Tag nach der Eröffnung passierten 45.694 Fahrzeuge den Tunnel. Wegen dieses großen Erfolges wurde kurz darauf mit dem Bau des 1937 eröffneten Lincoln Tunnels begonnen. Maut bezahlt man jeweils nur in Richtung New York.
Das Unternehmen TopView kann man jedoch nicht weiter empfehlen. Es ist eine völlig desolate Organisation und auch der AudioGuide informiert nur sehr sparsam, die Pausenmusik könnte ebenfalls gewechselt werden, wir hören die Titel fünf Mal.
In dem fürchterlichen Verkehr stehen wir vorwiegend herum

und benötigen vier Stunden reine Fahrzeit für eine Runde.
Vorbei geht es an den interessanten Häusern,

wie dem Flat Iron,

und dem lebhaften Treiben vom Time Square.

Am Battery Park staunen wir über die endlose Schlange an den Booten nach Liberty Island. Wir werfen nur einen Blick vom Ufer aus hinüber.

Der an 9-11 stark beschädigte Globus 'The Sphere', eine Bronzeplastik des deutschen Bildhauers Fritz Koenig, steht nicht mehr im Battery Park. Aber man kann immer noch diesen etwas überdimensionierten Adler, mit Blick auf die Freiheitsstatue, des East Coast Memorial bewundern.

Wir laufen zum im November 2014 eröffnete One World Trade Center, mit dem Modell von 'The Sphere' im Eingangsbereich, und entdecken 'The Sphere' im Liberty Park, wohin sie im September 2017 umgezogen ist.

Die Aussichtsetage, das One World Observatory, ehemals Freedom Tower, wurde erst im Mai 2015 eröffnet.

Mit dem Fahrstuhl geht es in 47 Sekunden in das 102. Stockwerk. Während der Fahrt sieht man auf den Fahrstuhlwänden die rasante Entwicklung der Skyline von New York, natürlich im Zeitraffer.
Oben angekommen gibt es einen 2-minütigen Film und eine an Butterfahrten erinnernde Verkaufsveranstaltung. Denn es gibt keinen Audioguide mehr, dafür soll man ein Tablet für $25 leihen. Was wir nicht tun.
Aber von hier oben hat man einen tollen 360°-Blick über New York.

Es ist proppenvoll und sehr laut, die Tablets plärren, die Telefone sind auf laut gestellt.
Wir würden doch lieber die Aussichtsplattformen vom Top of the Rock empfehlen. Und dort ist man außerdem noch an der frischen Luft.
Der Eingang zur Subway ist ebenfalls sehr interessant.

Vom Port Authority Bus Terminal kommen wir mit dem Super Shuttle ganz easy zum Newark Liberty International Airport, natürlich durch den Tunnel.
Der Flieger startet eine Stunde zu spät und ziemlich durchgerüttelt durch die Ausläufer des Hurricans Florence landen wir in Lissabon.
Nun brauchen wir kein WLAN mehr, hier können wir nach Herzenslust mit den daheim Gebliebenen mails schreiben oder über WhatsApp chatten. Wir sind schon fast zu Hause!