Eine anstrengende Fahrt über viele verschlungene Autobahnen bringt uns zu EagleRider und endlich können die ersehnten Harleys in Empfang genommen werden.

Nur zu dem leicht geschockten Uwe meint der Verkäufer 'Du hast einen Vespa bestellt, stimmt's?'.
Auf dem Historic Columbia River Hwy (Old Hwy 30), wenige Höhenmeter abseits des Lärms von Interstate und Eisenbahn, plätschern zahllose Bächlein und 77 Wasserfälle zwischen üppigen Farnen und von Moos übersäten Bäumen.
Wir halten an jedem View Point. Leider liegt die Gorge im Nebel und man hat keine gute Sicht auf den Fluß.

Dafür sehen wir Ziesel und eine Strumpfbandnatter. Das Vista House am Crown Point nutzen wir zum mittäglichen Picknick.

Auch die kurze Wanderung zum Shepperd's Dell Falls lassen wir nicht aus.

Viel weiter kommen wir nicht, der Historische Hwy ist wegen des Feuers von 2017 gesperrt. Ein Jugendlicher hat trotz der extrem hohen Waldbrandgefahr mit Feuerwerkskörpern gespielt und so einen riesigen Waldbrand ausgelöst.
Und weil es hier nur eine Auffahrt zur I-84 Richtung Portland gibt, müssen wir halb bis Portland zurück, ehe wir in die Gegenrichtung wenden können.
An der I-84 ist ein neuer Parkplatz eingerichtet. Durch die Unterführung queren wir die Interstate und laufen zu den berühmten Multmonah Falls.

Am Bonville Lock and Dam kommt diesmal kaum Wasser aus dem Spillway, aber eine 77 Jahre alte Feuerwehr steht für die Kinder zum Spielen bereit.

Auf der Fischleiter sehen wir die Lachse den Damm umschwimmen.

Der Columbia River trennt Washington von Oregon. Mit nur $2 Maut erreichen wir über die "Bridge of the Gods" den Bundesstaat Washington.



Das Rodeway Inn Stevenson hat uns vor drei Jahren sehr gut gefallen, bedauerlicher Weise ist es nun ziemlich herunter gewirtschaftet. Die Laundry ist völlig verkeimt, die Air Condition ist an Pappe genagelt ins Fenster geklemmt, welches sich nun nicht mehr schließen lässt. Zum Frühstück gibt es zwar Kaffee, aber keine Becher, auch nicht auf Nachfrage. Wie nicht anders zu erwarten, fällt die Reinigung der Zimmer ebenfalls aus.
Unser Auto meldet 'Low Tire', so halten wir an der Tankstelle und wollen Luft. Wieso Luft, die Verkäuferin prüft mit dem Finger unsere Reifen und meint, es sei doch alles o.k. Nach etlichen Diskussionen schickt sie uns dann zur Autowerkstatt mit Druckmesser.
Das Wetter ist super und wir bekommen schon während der Fahrt beeindruckende Ausblicke auf den Mount St. Helens, der seit dem Ausbruch von 1980 ca. 400 Meter seiner Höhe eingebüßt hat.

Und große Bikerfreude: Kurven, Kurven, Kurven.

Am Windy Ridge Viewpoint gehen wir natürlich bis zum Ende der Treppe



und haben einen fantastischen Rundblick auf den Berg, den Spirit Lake

und sogar den Mt. Rainier.
Man kann auch heute noch, fast 40 Jahre nach dem Ausbruch, die durch den pyroklastische Strom umgepusteten Bäume, alle in die gleiche Richtung zeigend, in dem verwüsteten Wald erkennen.

Über die Hood River Bridge kommen wir für $2 zurück nach Oregon. Diese Eisenbrücke mit Waffelmuster, durch die man bis auf das Wasser schauen kann, ist für Motorräder sehr schwer zu fahren.



Schon wieder zeigt unser Auto 'Low Tire' an. Wir lassen die Winerien und Ciderien des Hood River County Fruit Loop links liegen und erreichen die nächste Tankstelle mit völlig ratloser Verkäuferin. Luftdruck prüfen? So etwas habe sie noch nie gehört, man pumpt Luft und gut ist. Also nehmen wir Luft nach 'Gefühl'.
Dafür gibt es hier interessante Hinweisschilder.

Auf der Fahrt nach Bend begleitet uns der Mt. Hood ganz schön lange.