In unserem anvisierten 'Desert Breezes Resort' in Palm Desert stehen wir vor einem verschlossenes Tor. Es ist eines der vielen 'gated' Resorts mit eigenem Golfplatz und da kommen ausschließlich Club-Mitglieder rein. Warum es dann unter Hotels im Internet zu finden ist, erschließt sich uns nicht.
Dann nehmen wir eben das sehr gut aussehende 'Hampton Inn & Suites'.

Leider ist es nur von Außen schön. In dem dunklen Zimmer ist das winzige Fenster fest verschlossen und Luft gibt es nur über eine krawallartige Air Condition. Enttäuschung pur! Hier wollen wir nicht länger bleiben und so verlassen wir diese ungastliche Stätte fast fluchtartig.
Wir versuchen es im 'Best Western Plus' und dürfen zu unserer Überraschung bereits früh um 9:00 Uhr in das schöne Zimmer mit Balkon und Blick auf Palmen und Pool.

Zum inklusiven Frühstück bekommen wir frisch zubereitete Eier in diversen Varianten, Hash Browns, Pancake, Vogelfutter, Toast, Butter, Frischkäse, Honig, Marmelade, und und und, sogar Besteck und Geschirr ohne Plaste. Service pur!
Der Nordteil des Joshua Tree NP ist ziemlich voll, denn die interessanten Gesteinsformationen werden gern zum Klettern genutzt. Überall sieht man Leute mit Kletterausrüstung sich die Steilwände hinauf hangeln.
Am Barker Dam gibt es auf dem Rundweg mit Lehrpfad

etliche Informationen zu den hier vorkommenden Pflanzen wie die Wüstenweide,

die Giant Nolina, ein Spargelgewächs, deren Früchten zu sirupartiger Masse verarbeitet wurden,

und auch die Teufelskralle oder Cats Clow Akazie, die wegen der vielen Dornen auch 'Warte eine Minute' Busch genannt wird. Aus ihren Blüten gewinnen die Bienen einen überaus wohlschmeckenden Honig.

Und auch Misteln machen sich gern auf diesem Akazienbusch breit.

Der immergrüne, dornlose Kreosotbusch hat kleine, gewachste Blätter,

bis zu 80 Centimeter tiefe Pfahlwurzeln und bis zu drei Meter lange Seitenwurzeln, womit er jeden Wassertropfen aufsaugt. Keine andere Pflanze kann in der Nähe überleben, nicht einmal die eigenen Sämlinge. Deshalb vermehrt sich die Pflanze durch die Bildung neuer Stämme aus den Seitenwurzeln, wobei die inneren Stämme absterben. Dadurch breitet sich der Kreosotbusch zu einem immer größeren Ring aus und kann ein Alter von über 1.000 Jahren erreichen. Somit ist er die best angepasste Pflanze der Colorado Wüste.
Der Cheesebush stinkt wie sehr alter Käse.

Die Manzanita oder Beerentraube sieht aus wie ein Lorbeerbusch, ist jedoch ein Heidekrautgewächs. Sie kann mehr als 100 Jahre alt werden und beginnt erst nach 20 Jahren zu blühen. Ihre eßbare Steinfrucht wurde von den Indianern roh, gekocht, vergärt oder getrocknet als Nahrung verwendet.

Die zwei bis fünf Meter hohe Strauch- oder Turbinellaeiche hat sehr kleine Eicheln und dicke, bloß drei Centimeter lange Blätter mit kleinen spitzen Zähnen wie ein Ilex.

Der Strauch und seine Früchte dient vielen Wildtieren als Nahrung und Pumas nutzen gern das dichte Gebüsch, um ihre Beute darin zu verstecken.
Der 2,5 Meter hohe Barker Dam wurde Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut, als man es hier tatsächlich mit Rinderhaltung versuchte. Allerdings führten mehrere Trockenperioden zur Verödung der Quellen die das kleine Becken speisten, und die Rinderzucht musste aufgegeben werden.

Heute dient es nur noch als Tränke für die hier lebenden Wildtiere.
Und sogar einige Petroglyphen kann man entdecken.

Nach etlichen Stopps laufen wir den zwei Meilen Rundweg durch die grandiose Steinlandschaft der Split Rocks.

Dabei stört es gar nicht, daß die Sonnen nicht scheint.

Und immer wieder Joshuas.

Wie die Dinger pieken!

Der 1,5 Meilen lange Wanderweg zum Top des Ryan Mountain ist trotz der 350 Metern Höhenunterschied nicht besonders anstrengend. Von hier oben hat man einen fantastischen Blick über die weiten Ebenen. Sogar einen Steinadler und einen Buntfalken entdecken wir.

Nur der kalte Wind ist ganz schön unangenehm.

Am Scull Rock herrscht großer Andrang.

Da muss man schon geduldig warten, bis man zum Foto Shooting dran ist.