Wir fliegen über die Datumsgrenze nach Westen und wieder einmal ist ein Tag futsch.
Das 1788 gegründete Sydney ist trotz seiner mittlerweile 5 Millionen Einwohner immer eine Reise wert. Alles wirkt auf uns sehr entspannt.
Ein sehr nervöser Taxifahrer bringt uns zum Hotel. Er konnte nicht nur gut fluchen, beinahe wäre es sogar zu Handgreiflichkeiten mit anderen Fahrern gekommen.
Das 'Ultimo' am Rand von Chinatown ist ein denkmalgeschützter Industriebau von 1911, der 2016 zu einem attraktiven Hotel umgebaut wurde.

Um uns herum pulst das Leben. Market City,

Food Courts, die Universität mit der Paperbag-Architektur des Dr. Chau Chak Wing Buildings

und unzählige Restaurants sind nur wenige Schritte entfernt.
Auf dem Weg zum Darling Harbour, einem der größten Erholungs- und Freizeitviertel Sydneys,

spazieren wir an vielen interessanten Gebäuden vorbei.

In den 1960er Jahren begann die Gegend um Darling Harbour zu verkommen. Viele Hafenanlagen und Lagerhäuser wurden nicht mehr genutzt und verfielen.
Zu Beginn der 1980er Jahre wurden diese Gemäuer abgerissen und die Neubebauung begonnen.

So erfreut sich Darling Harbour heute großer Beliebtheit bei Einheimischen und Touristen.
Im angrenzenden Barangaroo werden die Lagerhallen sogar zu modernen Eigentumswohnungen mit privatem Anlegesteg umgebaut.

Und die bekannte Sydney Monorail wurde 2013 zugunsten des Sydney International Convention Center demontiert.

Die Anbindung an das öffentliche Transportsystem besteht nun durch die Fähren von Sydney.
So erwerben wir ein 2-Tagesticket der 'ManlyFastFerry' mit Seaworld-Eintritt.
Es ist eine schöne Tour bei strahlendem Sonnenschein durch Port Jackson mit der Harbor Bridge, der Oper und den vielen kleinen Buchten.
Wir beobachten die lebensmüden Leute bei ihrem teuren 'Spaziergang' (ab 166 EUR) auf dem Brückenbogen. Dies ist allerdings erst seit 1998 möglich.

Diese interessante, 'Kleiderbügel' genannte, Brücke wurde 1932 mit einer Spannweite von 503 Metern und einem Bogenscheitel von 134 Metern über dem Meeresspiegel eröffnet.

Vorbei geht es an dem Overseas Passenger Terminal, der Oper sowie der kleinen Insel Fort Denison, einer ehemaligen Sträflingskolonie, die heute sehr beliebt für Hochzeiten ist.
Hier ankert ein Katamaran, dessen Besatzung nicht nur barfuß ist, eventuell ist das die Hochzeitsgesellschaft?

Im 'Kultlokal' Beach Club at Watsons Bay mit dem Personal in Matrosenuniformen nehmen wir den Lunch. Es ist nicht nur wegen der fantastischen Aussicht auf die Skyline der Stadt

bei den Einheimischen sehr beliebt und wir bekommen den letzten Schattenplatz. Der Lärmpegel steigt und steigt, jedoch das Essen ist äußerst delikat.
Der Wind nimmt zu und ganz schön viele Schaumkronen zeigen sich.
Mit der nächsten Fähre geht es weiter und man kann sehen, was für ein einzigartiges Segelrevier Port Jackson ist.



Wir laufen bei 34°C durch Manly bis nach Manly Beach. Das ist einer der beliebtesten Strände von Sydney und sogar voller als in Warnemünde.

So eine ausgedehnte Fahrt mit den Fähren beansprucht zwar einen ganzen Tag, ist aber weitaus interessanter als eine zweistündige Hafenrundfahrt, und ist dann noch wesentlich preiswerter.
Trotz seines unscheinbaren Äußeren ist das Aquarium sehr beeindruckend, besonders natürlich die Haie und Rochen, einer sogar durch jungfräuliche Geburt.
In diesem weihnachtlich geschmückten 'Innenhof'

entdecken wir das taiwanesische Din Tai Fung, das Restaurant mit den ach so geliebten Dumplings. Hurra, unser Abendbrot ist gesichert.
Am Circular Quay, dem zentralen Verkehrsknotenpunkt Sydneys, steppt der Bär.
Und auch Dali haben wir wieder getroffen. Erstaunlich, wie viele Dalis wir auf der südlichen Halbkugel vorgefunden haben.

Von hier aus sind es nur wenige Schritte bis zur Oper.
Das 184 Meter lange und 118 Meter breite Sydney Opera House wurde 1973 eröffnet. Es enthält fünf Theater mit insgesamt 5.541 Sitzplätzen. Sein markantes Gebäude gilt auch als Wahrzeichen von Sydney.

Der ursprünglich angesetzte Baupreis wurde um das Fünfzehnfache überzogen, die Fertigstellung konnte nur mit Hilfe einer eigens dafür ins Leben gerufenen Lotterie realisiert werden. Da kann man Mal sehen, wie bei der Elbphilharmonie gespart wurde, bloß das 11,25-fache der geplanten Kosten.
The Rocks bekam seinen Namen von den hier errichteten Sandsteinhäusern. In dieser ärmlichen Gegend lebten überwiegend einfache Leute, Hafenarbeiter, Matrosen, Prostituierte und Kriminelle.
Um 1970 wurde das Gebiet großzügig saniert und mit den alten Sandsteinhäusern und Lagerhallen zu einem attraktiven Labyrinth aus mit Kopfstein gepflasterten verwinkelten Gassen umgestaltet.

Wir pausieren in einem der ältesten Pubs Australiens bei dem köstlichen selbst gebrauten Bier und schlendern am Rathaus vorbei

zur weihnachtlich geschmückten Street Mall.

Die prächtigen Malls sind sehr beeindruckend. Wenn sie sich dann noch in so altehrwürdigen Prunkbauten wie dem Queen Victoria House befinden, kommt man aus dem Staunen kaum heraus.



Shop neben Shop und dutzende Kleiderläden, so wunderbare Kleider in allen möglichen Farben und Schnitten. In Australien werden Kleider geradezu exzessiv getragen. Die Schönheit der Kleider kommt allerdings nicht so recht zur Geltung, es steckt einfach zu viel Frau in ihnen.
Und es gibt noch soo viel zu sehen in Sydney, dass wir bestimmt noch einmal wieder kommen werden.