Einziger ganzjährig wasserführender Fluss der Kalahari ist der Okavango. Sein Wasser versickert im abflusslosen Okavangodelta im Nordosten der Dornstrauchsavanne Kalahari.

Das Delta ist eine Feuchtsavanne und mit seinem Wasser- und Tierreichtums sowie seiner üppigen Vegetation ein untypischer Teil der Kalahari.
Während der Okavango bei den Popafällen seinen Höchststand bereits im März erreicht, dauert es etwa vier Monate bis die Flut am Ende des Deltas ankommt.

Durch diese Verzögerung erreicht das Wasser zum Höhepunkt der Trockenzeit

das Delta und ist damit die Grundlage für diese extrem vielseitige Tierwelt. Seit 2014 gehört das Okavangodelta zum UNESCO-Welterbe.
Das Wasser des Deltas entspricht Trinkwasserqualität, da keine erhöhte Salzkonzentration auftritt. Der Okavango bringt zwar jährlich etwa 500.000 Tonnen gelöster Salze mit sich, aber die Verdunstung durch Pflanzen überwiegt gegenüber der, der freien Wasserfläche. Außerdem können die Böden sich durch die sich ständig ändernde Überflutung regenerieren.
Die Inseln und Sandzungen des Deltas sind von Grasland umgeben. In den seltener überfluteten Bereichen gedeihen Büschen und Bäumen wie Makalani Palme (echte Fächerpalme), Senegalesische Dattelpalme, Natal Feige (Mutuba), Maulbeerfeige (Sykomore), Wasserfeige, Water berry Tree, Knobthorn Tree und Leberwurstbaum. Entlang der Kanäle wachsen Papyrus und Gras.
Unser Camp liegt versteckt im Schatten hoher Bäume und ist von Flieger aus kaum zu erkennen.

Die komfortablen Zelte aus sehr festem Segeltuch mit außerordentlich stabilen Moskitonetz-Außenwänden entsprechen schon einer Luxus-Unterkunft.

Natürlich müssen sämtliche Reißverschlüsse vollkommen geschlossen werden, denn dies ist Baboon (Pavian) Gebiet. Aber nicht nur die sollen ausgesperrt bleiben, sondern auch die etwas kleineren Tiere wie Käfer, Mücken, Wespen, Motten, Schlangen, Skorpione . . .
Es ist reichlich Platz vorhanden mit Wohn-

und Schlafzimmer

sowie der Außendusche.

Für ein wenig Licht und den Propeller kommt der Strom aus dem Generator, warmes Wasser wird mit Solar erzeugt, Steckdosen gibt es nicht.
Von unserer Terrasse hat man einen tollen Blick auf die weite Ebene mit den Makalani Palmen im Hintergrund.

Wir beobachten rangelnde Moorantilopen,

Afrikanische Fischadler (Schreiseeadler),

einen Frosch klauenden Gelbschnabelmilan

und auch den afrikanischen Nimmersatt.

Wie überall in Botswana wird auch hier nicht eingezäunt, so dass wir uns ausschließlich auf den Wegen mit den Elefanten-Durchgängen bewegen dürfen, natürlich nur tagsüber und sehr, sehr aufmerksam.

Nachts begleitet uns stets ein Guide mit Schreckschusspistole, die für die Warzenschweine indessen nicht benötigt wird. Die lieben nur das feuchte Gras am Pool.