Dann erneute Einreise nach Südafrika. Das Prozedere an der Grenze kennen wir nun schon, Ausreisen, Stempel auf Passierschein, durch Niemandsland fahren und Einreisen.
Aber der Einreisestempel reicht noch nicht. Man braucht einen zusätzlichen Passierschein, den man dem Grenzposten in die Hand drücken muss. Leider hat unser Beamte bei seiner vielen Telefoniererei vergessen, uns diesen Schein zu geben. Wir, und auch einige Autos nach uns, müssen umkehren. Die Zettel mit Stempel liegen bereit und werden kommentarlos rüber geschoben, wozu die Aufregung.
Komatipoort liegt unverkennbar in der heißesten Klimazone Südafrikas. Die Betreiberin des 'Trees Too B&B' erklärt uns mit ihrem herrlichen britischen Englisch, dass Deutsche immer nur gebratene Eier zum Frühstück essen wollen. Na, ja, weich gekochte Eier kennt man hier auch nicht.
Komatipoort ist nur drei Kilometer von der mozambikanischen Grenze entfernt. Diese drei Kilometer stehen voller wartender LKWs, so wie früher an der Grenze nach Polen.
Am Eingang zum Kruger Park muss man Formulare ausfüllen, wie beim Fliegen, und ganz wichtig ist die Angabe der Hautfarbe, Unverschämtheit. Aber wir können eine Landkarte vom Park wenigstens kaufen!
Der 1898 unter dem deutschstämmigen Präsidenten Krüger ins Leben gerufen Park mit der Größe Belgiens ist der größte, älteste und berühmteste Nationalpark Südafrikas. Im Norden wird er vom Limpopo-Fluss, im Süden vom Crocodile River und im Osten von der Staatsgrenze zu Mozambique begrenzt.
Hier leben 15.000 Elefanten, 1.800 Löwen, 10.000 Breitmaul-, 700 Spitzmaulnashörner, 1.000 Leoparden, 40.000 Büffel und 130.000 Impala-Antilopen.
Für diese Menge an Tieren reichen die natürlichen Wasserreserven nicht aus. So gibt es neben den fünf Flüssen 400 künstliche Wasserlöcher.
Die Straßen im Park sind teilweise asphaltiert, meist jedoch Schotter- oder Sandstraßen.

An der Crocodile Bridge gibt es nicht besonders viel zu sehen, es ist auch hier sehr trocken. Auf der Fahrt zur Lodge begegnen uns dann Zebras, Gnus,

Impalas

und Breitmaulnashörner.
Wir durchfahren den tierreichen Südosten des Parks, wo zwischen Sabi River und dem Crocodile River eine Basaltschicht unter dem Gras dafür sorgt, dass der Regen nicht versickert, sondern sich in Wasserlöchern sammelt.
Das sich bis nach Mozambique ausbreitende Grasland mit den weiten Ebenen wird von Geparden sehr geschätzt. Aber sie verstecken sich dort auch gut, zumindest vor uns.
Die Camps im Park können jeweils bis zu 1.000 Personen aufnehmen. Demgegenüber gibt es in der privaten Rhino Post Safari Lodge nur 10 Zelte, die wie im Okawangodelta aus Canvas gefertigt sind. Knapp 20 Personen sind im Moment zu Gast.

Auch hier geht es bereits vor dem Frühstück zum Game Drive. Leider darf man im Kruger Park nur auf den ausgewiesenen Wegen fahren, selbst die ausgebildeten Guides. So kann man Tiere ausschließlich von der Straße aus beobachten.
Unser Guide Bongo

findet jedoch immer etwas zu sehen. Wir freuen uns auch über die kleinen Tiere wie mehrere Arten von Eisvögeln,

eine Kolonie der Webervögel,

ein junges Krokodil auf dem Rücken eines völlig relaxten Hippos

und sogar eine Leopardschildkröte.

Nach dem sehr frühen Lunch gibt es eine lange Mittagspause und dann geht es erneut zum Game Drive. Diesmal sehen wir Tüpfel Hyänen,

Lappen Chamäleon,

Zwergmangusten,

Kampfadler, Gaukler,

Klippspringer und dann sogar noch die Leopardin.