Stockholm wird oft als das 'Venedig des Nordens' bezeichnet, denn die Innenstadt ist auf 14 Inseln, die durch 53 Brücken verbunden sind, verteilt.
Der historische Stadtkern sowie die alten Prachtbauten aus den vergangenen Jahrhunderten haben die beiden Weltkriege unbeschadet überstanden.

Vor unserem Hotel liegt ein kleiner Park mit dem Springbrunnen des Drachentöters.

Gamla Stan ist die auf den Inseln Stadsholmen und Riddarholmen gelegene, vollkommen autofreie Altstadt von Stockholm. Die engen Gassen sind gesäumt von den hohen Giebeln der gut erhaltenen alten Häuser.

    

Auf Riddarholmen wohnt niemand mehr. In den eindrucksvollen Gebäuden residieren nur noch Büros von staatlichen Behörden und Gerichten.

Und in dem zwischen 1697 und 1754 gebauten Schloss befinden sich heute mehrere Museen sowie das Büro des schwedischen Königs.

Dann haben wir sie gefunden: eine funktionsfähige Telefonzelle (wenn man ein Handy dabei hat).

Auch außerhalb der Altstadt gibt es opulente Häuser,

wie z.B. das im venezianischen Stil erbaute Rathaus.

Das Dach wird nicht von einem stilisierten Elchgeweih, wie wir vermuten, sondern von drei goldenen Kronen geziert. Sie stehen für die vereinigten Königreiche von Götaland, Svealand und Norrland und sind auch Bestandteil des schwedischen Staatswappens.
Die Arkadenreihe des Rathauses mit ihren klassischen venezianischen Bögen erinnern stark an den Markusplatz in Venedig.

Wir sind von Stockholm mit seinen großartigen Museen und eindrucksvollen Gebäuden sehr angetan, überall Bänke zum 'Relaxen' und ausreichend Mülleimer an jeder Ecke.
Trotz des chaotischen Verkehrs kann man die Stadt auf den vielen breiten Radwegen ganz easy per Fahrrad erkunden. Auch solche Hightech Kindertransport Fahrräder mit Sicherheitsgurten und Überrollbügeln zeugen von der Beliebtheit des Radelns.



Obwohl auf dem großen Parkplatz 20 Busse stehen, wollen wir uns das 1990 eröffnete Vasa-Museum, in dem die Geschichte der Vasa eindrucksvoll zur Schau gestellt wird, nicht entgehen lassen.
Es ist jedoch ziemlich anstrengend, zwischen den vielen Menschen hin und her geschubst zu werden. Hier wäre es besonders angebracht, die Gruppen mit Kopfhörern auszustatten, so dass das Sprachengewirr nicht noch zusätzlich für Irritationen sorgt. Wir hoffen es für die Zukunft.
Die Vasa war eine schwedische Galeone, die ausgestattet mit 437 Mann Besatzung und drei Masten mit knapp 1.300 m² Segelfläche, zu den größten und am stärksten bewaffneten Kriegsschiffen ihrer Zeit zählte.

Nach zweijähriger Bauzeit sank die Vasa 1628 bereits auf ihrer Jungfernfahrt nach nur etwa 20 Minuten und 1.300 Metern Fahrtstrecke, denn falsch konstruiert und mit Kanonen überladen war sie nicht seetüchtig.
Bereits 1663 wurden mit Hilfe von Taucherglocken (!) 53 bronzene Kanonenrohre aus dem Wrack geborgen. Die noch aus dem Wasser ragenden Masten wurden wenige Jahre später gekappt, da sie die Schifffahrt behinderten.
Der hohe Schwefelanteil im Hafenwasser konservierte das Holz des Schiffes. Außerdem kann sich der Holzbohrwurm im Brackwasser des Stockholmer Hafens nicht halten. Somit war die Vasa erstaunlich gut erhalten, als man sie 1956 wieder entdeckte. Ihre Bergung dauerte von 1957 bis 1961 und die folgende Restaurierung weitere 17 Jahre. Die wieder hergestellte Vasa besteht heute zu 98% aus Originalteilen.
Allein das Museum mit seiner 34 Meter hohen Haupthalle ist schon ein imposanter Bau.

Sie wurde um das Trockendock einer alten Schiffswerft auf der Insel Djurgården herum gebaut.
Es ist Fußball-WM und die Schweden haben heute gegen die Schweiz gewonnen. Trotzdem gibt es wenig Lärm, es begegnen uns nur außergewöhnlich viele gelbe Hemden auf der Straße. Und beim Abendessen gibt es an den Nachbartischen unüblich viel Sekt, trotz des stolzen Preises.
Nach drei Tagen Stockholm ist der Kühlschrank leer und wir wollen uns mit Lebensmitteln eindecken. Die viel gepriesene Markthalle öffnet erst um 10:00 Uhr und ist mehr eine Ansammlung von Lokalitäten. Aber es gibt einen Fischstand, schön frisch und teuer, ein Kilogramm Dorsch für 58 EUR!
Bei Bröd & Salt Bageri gibt es vorwiegend süßes Brot, aber auch dunkles mit richtigen Körnern, lecker.