Nur von Port Douglas aus starten die Touren zur östlichen Riffkante, den Agincourt Ribbon Reefs. Die Sicht ist hier wesentlich besser als in den westlichen Riffgebieten, das Wasser relativ flach, ein bis fünf Meter tief. Und ca. 50 Kilometer vom Festland entfernt gibt es auch keine giftigen Würfelquallen oder Krokodile. Die Anzüge tragen wir nur als Schutz gegen Sonnenbrand und Unterkühlung.



Bei wolkenlosem Himmel und ruhigem Ozean erreichen wir nach knapp einer Stunde Fahrt den ersten von drei Schnorchelspots. Es sind schöne Korallen vorhanden, leider wenig Weichkorallen. Die Korallen sind sehr alt, gut erhalten und mit ihrer außergewöhnlichen Größe besonders eindrucksvoll.



Auf Fidji, oder in der Karibik sind wesentlich kleinere Riffe, hier scheinen sie kein Ende zu nehmen. Es ist fast nichts zerstört, weder durch Zyklon, Korallenbleiche oder COT. Die vielen Fische in sämtlichen Größen sind immer wieder toll anzusehen, auch wenn wir sie bereits oft gesehen haben.



Nur der Bullenkopf Papageifisch ist neu für uns. Das ist jedoch ein nicht so gern gesehener Gast am Korallenriff, da er sich von lebenden Korallen ernährt.



Hier fängt man mit Schnorcheln offensichtlich sehr früh an, unser jüngster Teilnehmer ist erst ein Jahr alt und sogar für ihn gibt es einen Anzug.



Unsere Entscheidung ist jedoch klar, obwohl das Great Barrier Reef in seiner Mächtigkeit nicht zu überbieten ist, ziehen wir das Ningaloo Reef vor. Es reicht bis an den Strand, es gibt weder Würfelquallen noch Krokodile und die Korallen stehen denen des Great Barrier Reefs in keiner Weise nach.
Die letzten beiden Wochen dieser Reise haben wir mit Blick auf die vielen Schluchten, Wasserfälle, Wanderwege und die einzigartige Tierwelt ausschließlich für Tablelands reserviert. Es beginnt 20 Kilometer westlich von Cairns und hat wegen seiner Höhenlage von 600 bis 1.000 Metern ein angenehmes Klima.



Über die kurvenreiche Inlandstrecke fahren wir zur Granit Gorge und den süßen Mareeba Rock Wallabys, die nur in Nordqueensland vorkommen. Setzt man sich auf die Steine und wartet, so kommen sie und beschnuppern einen, manche wollen auch gekrault werden.



Sogar ein Joey ist dabei, die Mutter ist allerdings etwas scheuer.



Das Wasser des Granit Creek soll so toll zum Baden sein, aber wo Schildkröten im trüben Wasser herum schwimmen, ist für uns kein angenehmer Platz zum Baden.



So wandern wir lieber ein wenig zwischen den imposanten Steinen herum,



ärgern den Truthahn, lachen



über die Puschen Hühner und freuen uns, 

endlich einen Frilled Dragon (Kragenechse), leider ohne aufgestellten Kragen, zu entdecken.


In der Kaffee- und Schokoladenfabrik 'Mareeba Koffee Works' ist es ziemlich doof, wir sollen Eintritt bezahlen, um 15 verschieden Kaffee- und drei Schokoladensorten zu probieren. Und obwohl hier Schokolade hergestellt wird, ist die Trinkschokolade ein ungenießbar süßes Getränk und schmeckt nicht wirklich nach Schokolade, selbst Dieter streikt.
In der Tolga Woodworks mit ihrer Verkaufsgalerie sind tolle Bilder und Holzplastiken ausgestellt, leider zu groß für unseren Koffer. So nehmen wir für unsere Souvenirwand einen Untersetzer aus der Blüte der endemischen Banksia.



Sogar der Kaffee schmeckt hier besser als bei Koffee Works.
Und der Lake Tinaroo hält nicht, was er verspricht. Der Wasserstand des Stausees ist um mindestens fünf Meter gesunken und die CaravanParks sind mehr für Angelsportler ausgelegt. Zum Baden und Verweilen lädt dieser See nicht ein.

So umfahren wir den See ohne zu stoppen auf den schönen, teilweise unbefestigten Straßen.
Nur die beeindruckenden Cathedral Fig ist einen Halt wert.

Es ist Wochenende und fantastisches Wetter, somit ist es am schönen Lake Eacham total überfüllt. Wir fahren weiter bis zum CaravanPark Malanda direkt neben dem Wasserfall. Hier gibt es Baumkängurus aber in den Kronen der riesigen Bäume bleiben sie von uns unentdeckt, schade. Dafür entschädigt uns diese bunte, gelb-rot-grüne, Taube. Wer findet sie? Unglaublich diese farbenfrohe Camouflage.



Der Water Fall Curcuit mit den Millaa Millaa Falls, den Zillie Falls und den Ellinja Falls wird für Backpacker als Tagestour mit Erfrischung im 'Pool' angeboten.



Wir verzichten auch hier auf Baden in dem 'klaren' Wasser, unsere Schmerzgrenze ist einfach zu niedrig.
Am Tarzali Lakes Smokehouse sehen wir schließlich gleich fünf Platypus'.




Die Nerada Tea Plantage ist der größte Teehersteller Australiens. Wir möchten für Pira weißen Tee als Gastgeschenk mitnehmen. Leider ist der gerade aus.
Im Eingangsbereich zur Teeplantage wächst ein schmaler Streifen Wald. Und hier erspähen wir die ausschließlich in den Tablelands vorkommenden Lumholtz Tree Kangaroos. Eine Mutter versteckt sich mit Joe ganz oben im Baum. Wir vertrödeln die Zeit bei einer Kanne Tee und plötzlich sitzen zwei dieser possierlichen Tiere beim Mittagssnack dicht vor uns. So hat sich das Sprichwort "Abwarten und Tee trinken" bewahrheitet und uns zu jeder Menge toller Fotos verholfen.





Zwei der Kängurus klettern sogar auf den Boden und hüpfen ein wenig herum. In den Bäumen sehen sie aus wie Affen oder Faultiere, aber am Boden sind es eindeutig Kängurus.



Im Tolga Bat Hospital besuchen wir verletzte oder kranke Flughunde (Megachiroptera) und Fledermäuse (Microchiroptera). Im Englischen werden sie nach ihren lateinischen Namen Megas und Micros, jedoch immer nur Bats genannt.



Es ist gerade Nesting Time und so sehen wir auch ein Junges an die Mutter geklammert.



Yungaburra ist eine niedliche kleine Stadt, natürlich historisch, denn sie wurde bereits 1890 gegründet.



Und hier kann man dem großen Weihnachtsmann die Hand schütteln,



der kleine ist diesmal mit Sonnebrille und Badelatschen unterwegs.



Am Peterson Creek Walking Track schwimmt ganz nah Platypus eine gute halbe Stunde neben uns her.



Und dann ist da noch der ziemlich scheue Water Dragon.



Wasservögel sind am Hasties Swamp, wie zu erwarten, zwar keine, aber die flinken Finken.




Nun sind wir am Ausgangspunkt unserer Tour durch Queensland und Northern Territory angekommen. Die Aboriginal Künstler wie Luke Mallie, deren Ausstellungen uns in der Mossman Gorge so gut gefallen haben, sollen in der 'UMI Arts Aboriginal & Torres Strait Islander Arts Gallery' ausstellen. Zu unserer Verwunderung ist die Ausstellung leer. Die Schalterangestellte meint, dass die Ausstellung eine Wanderausstellung sei. Andere Ausstellungsobjekte scheint es nicht zu geben, sonderbare Galerie.
So bummeln wir noch einmal zum 'Strand' mit Weihnachtsbaum.




Dort ist das Meer, aber leider zu gefährlich, da sitzt man doch lieber entspannt im chlorigen Salzwasserpool.



Es waren neun wunderschöne Wochen mit über 11.000 gefahrenen Kilometern. Und weil wir genügend Zeit hatten, konnten wir den Savannah Way erleben oder auf das perfekte Wetter zum Schnorcheln warten.
Wer jedoch nicht so ausgesprochen gern hinter dem Lenkrad sitzt, sollte den 'Weg' auslassen. Für eine zwei- bis vierwöchige Urlaubsfahrt bietet sich das Gebiet um Cairns mit dem Great Tropical Drive und seinen 13 Nebenstrecken geradezu an. Selbst wunderschöne 4WD-Strecken sind dabei. Und hier haben wir auch die meisten Tiere in ihrer natürlichen Umgebung erleben können.
Nun geht es nach Cook Islands, dort sind die Temperaturen etwas moderater und man kann das Baden im Meer ohne gefährliche Tiere genießen.

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