Nun beginnt unser eigenwilliges 'work and travel'.
Das Grundstück sieht auf den ersten Blick schön grün aus, denn die Natur ist hier sehr hilfreich Schandflecken zu überwuchern.



In dem riesigen Garten gibt es genügend zu ernten: Auberginen, Avocado, Bananen, Brotfrucht, Cherimoya, Chillie, Fiji Spinat, Guaven, Kokosnuss, Kürbis, Limette, Mango, Papaya (Paw Paw), Passion Fruit, Schnittlauch und Sternfrucht.



Abendsnack ist ebenfalls gesichert, statt Erdnüsse gibt es frisches Kokosfleisch, lecker Bananen- oder Bread Fruit Chips.



Leider wird so eine Bananenstaude in Summe reif, da hat man dann, je nach Größe der Bananen, 60 bis 100 Stück zur gleichen Zeit verfügbar. Manchmal ist die Staude für den Baum dann doch zu schwer und muss abgestützt werden.



Winzige Ameisen übernehmen hier die Aufräumarbeiten. Vor ihnen ist nichts sicher. Somit muss alles, wirklich alles, im Kühlschrank aufbewahrt werden. Und auch die Vögel, besonders die freilebenden Bio-Hühner, nehmen keine Rücksicht. Wird eine Frucht, egal ob Passion Fruit, Banane oder Aubergine auch nur halbwegs reif, wird sie angepickt und ausgehöhlt.
Und so sieht unser unser Tagesablauf für die nächsten Wochen aus: Bei diesen Temperaturen kann man nur von 6:00 Uhr bis maximal 9:00 Uhr und abends ab 17:00 Uhr bis zum Dunkelwerden gegen 19:30 Uhr arbeiten. So heißt es früh aufstehen, Hühner mit Kokosnuss füttern,

unser 'täglich Food' ernten






und dann fängt die Gartenarbeit an. Wir sammeln Aluteile, Schuhe, Glas, Spraydosen, Metall aus dem unverbrannten Müll der Feuerplätze



und bringen es zum Behälter für nicht recyclebaren Müll.



Von den immergrünen Bäumen fallen täglich Unmengen an Laub und trockenen Ästen herunter, die riesigen Palmwedel und trockenen Bananenblätter werden mit der Machete abgeschlagen. Das alles muss zusammen geharkt

und verbrannt werden.



Uns reicht auch ein Feuerplatz, wir brauchen nicht sechs bis acht über das gesamte Grundstück verteilt. Und nach dem Regen sieht so eine alte Feuerstelle bereits super aufgeräumt aus, gar nicht mehr wiederzuerkennen.



Die Beete und Blumenrabatten der wunderschönen Anlage sind teilweise zugewuchert. Wir befreien sie vom Unkraut und stutzen die überbordenden Büsche. Dort wo Wildwuchs die schöne Aussicht auf die Lagune und die Motos verstellt, ist ihm Dieter mit Axt, Säge und Machete zu Leibe gerückt.



Rasen mähen auf dieser riesigen Fläche ist auch nicht an einem Tag zu schaffen.



Wenn wir vom Schweiß nass bis auf die Haut sind, wird Feierabend gemacht, geduscht und Frühstück gegessen.
Beim Haare und Bart schneiden schauen uns nur Hühner und die aufdringlichen Katzen zu.



Im Garten riecht es intensiv nach Guaven. Sie sind klein, fest, sehr geschmacksintensiv und nicht so extrem süß. Leider fehlt uns das entsprechende Werkzeug und es bleibt bei dem einen Versuch der Saftherstellung. Schade, denn der schmeckt ausgesprochen gut. So schauen wir mit einem tränenden Auge auf die Massen an verrottenden Guaven.
Zum Mittag gibt es Papaya Salat mit Sternfrucht, Banane und Zitrone abwechselnd mit Kokosraspel oder Fiji Spinat 'on the top'.

Nachmittags heißt es Schnorcheln gehen. Das Wasser ist im Moment zu flach und die Sicht nicht besonders gut, stört uns aber nicht, da wir bereits viele Fotos von den bunten Fischen haben. Uns geht es vorwiegend um die Bewegung im Wasser, sozusagen kurmäßige Entspannung. Trotzdem entdecken wir immer wieder Neues. Zum Beispiel wie man sich mit einer schicken Rückflosse als gefähliches Raubtier tarnen kann.

Leider sind durch das extrem flache Wasser etliche Korallen am Sterben, da sie sogar bei Flut noch aus dem Wasser ragen.



Am späten Nachmittag wird dann noch mindestens eine Stunde gearbeitet.
Auch Fleisch wird völlig überschätzt, so gibt es zum Abendbrot meist Pak Choy, Paprika, Aubergine (ist etwas fester als unsere und damit geschmackvoller) oder grünes Papaya Curry, aber immer mit Kokossoße.
Abends sind wir schnell müde und liegen dann bereits um 9:00 Uhr mit klappernden Augen im Bett.

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