Nach einigen Kilometern sehr ruppliger Waschbrettfahrt wandern wir zu den Pinnacles und dem Haycock Point mit den schönen roten Steinen im Wasser.




Ein Buntwaran (Lace Monitor) schreitet vor uns über den Weg, schnell raus aus dem Auto und zack, lang gelegt.



Leider hat Dieters Fotoapparat auch einen Hieb abbekommen, nun ist das Objektiv im Eimer. Von Eden über Merimbula, Tathra, Bermagui, Narooma, Batemans Bay bis Ulladulla gibt es nicht einen einzigen Fotoladen, nur Anglerausrüstungen an jeder Ecke.
Wir stoppen trotzdem an den meisten Aussichtspunkten, denn die Küste ist wie immer wunderschön.



In Ulladulla schauen wir mit etlichen anderen etwas verdutzt zum kleinen rostigen Lighthäuschen, das 'must see'. Ist nicht mal ein Foto wert, und auch den angepriesenen Wanderweg suchen wir vergeblich.
Endlich, in Nowra, knapp 150 Kilometer vor Sydney, bekommen wir ein neues Objektiv, nun kann es in die Blue Mountains gehen. Es regnet immer noch und wir schauen Wettervorhersage: für die nächsten sieben Tage Regen im Großraum Sydney, also auch in den Blue Mountains. Wir sind wegen Sonne hier und so gibt es die große Planänderung -> ab in den Westen.
Auf Panoramastrassen fahren wir über die Ausläufer der Blue Mountains mit herrlichen Serpentinen und bereits nach einer Stunde haben wir 30 Kilometer geschafft.
So pausieren wir an der 77 Meter langen Hampden Bridge, einer hölzernen Hängebrücke über den Kangaroo River aus dem Jahre 1898.



Nach weiteren 200 Kilometern sind wir im Outback von New South Wales und haben unser Ziel erreicht: Sonne und 30°C.
Die Lakritz- und Schokoladenfabrik von Junee ist ein schönes Ausflugsziel für die ganze Familie, allerdings viel kleiner als Karls Erdbeerhof.



Und es gibt Kaffeebohnen umhüllt mit ganz schwarzer Schokolade. Man kann sogar bei der Herstellung zuschauen.



In Wagga Wagga 'wohnen' wir direkt am Murrumbidgee River umgeben von Kookaburras, Flötenvögeln und Fuchskusus, eins sogar mit Baby auf dem Rücken, süß aber sehr scheu.

Der schattige Wiradjuri Walking Track mit den riesigen knorrigen Bäume ist sehr beeindruckend. Natürlich nehmen wir irgendwo die falsche Abbiegung und müssen nun am Highway entlang zurück laufen. Da lachen uns sogar Hans und seine Brüder aus, zurecht.

Und die Krähen rufen uns ihr oh - oh hinterher.


Die kleinen Brauereien Australiens sollte man nicht links liegen lassen, sie stellen sehr gut schmeckende Bier- und Cidersorten her.



Mittlerweile sind die Temperaturen auf 34°C gestiegen und der Aufstieg zum Top of the Hill von The Rock ist ganz schön anstrengend. Oben erwarten uns der 360° Rundblick

und riesige Ekelspinnen (Seidenspinnen). Der Netzfaden ist ziemlich dick und klebrig und leuchtet in der Sonne sogar leicht golden.

In der Shearers 'Hall of Fame' in Hay wird die Geschichte des Schafscherens und die harte Arbeit der Schafscherer von Australiens Besiedlung an erzählt. Einen Platz in der Hall of Fame bekamen diejenigen, die mit ihrem Geschick und Können einen Beitrag zur Entwicklung dieses mühevollen Gewerbes geleistet haben, wie z.B. Jackie Howe. 1892 lag sein Rekord bei 1.437 Schafen wöchentlich und 321 Schafen täglich, und das in reiner Handarbeit ohne elektrische Hilfsmittel. Diese Hall lassen wir uns natürlich nicht entgehen, vor allen Dingen nicht das Schauscheren.



Aber letztendlich hat uns das Wollmuseum in Geelong doch besser gefallen.
In Balranald am Murrumbidgee River ist der Campground mit erstaunlichem Industrieschrott dekoriert.



Die unpaved Straße durch den wunderschönen Wald zu den Wetlands des Yanga NP´s ist nur mit Pfadfindergeist zu finden. Leider ist am Wehr Schluß, kein Weg, kein Aussichtspunkt. Man kann nicht mal ansatzweise einen Blick in die Wetlands hineinwerfen.



Der Ben Scott Memorial Bird Trail ist eine noch größere Enttäuschung. Er ist ziemlich verlottert, der Boardwalk teilweise eingebrochen, die Birdhide in meterhohem Schilf versteckt.



Den Südteil des NP's kann man gleich ganz vergessen. Außer staubiger Straße gibt es noch einen ramponierten Schuppen, sorry, das historische Homestad. Nun ist auch klar, warum wir die einzigen Besucher sind.

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