Die 150 Kilometer Highway zum Mungo NP sind fast wie ein Lehrpfad. Auf der Strecke gibt es etwa 20 Scenic Points mit super Erläuterungen. Allerdings sind die letzten knapp 100 Kilometer unpaved, davon 70 Kilometer unglaubliches Waschbrett. Man hat den Eindruck, dass das Auto in seine Einzelteile zerlegt wird.
Nun fahren wir nur noch durch Mallee Vegetation, zwei bis zehn Meter hohe Eukalyptus-Sträucher, Diesteln und Dornen, dazwischen grauer Staub, ziemlich eintönig.
Hier wachsen solche Massen an Tsamma-Melonen, der Wildform der Wassermelone, dass sie sogar als Unkraut bezeichnet werden.



In dem Becken des vor 18.000 Jahren ausgetrockneten Mungosees wurden bis zur Einrichtung des Mungo NP's Schafe gehalten. Zur Regenerierung der Natur, somit auch der ursprünglichen Vegetation und Tierwelt, wurden sämtliche Farmen geschlossen und die Brunnen zugeschüttet.
Die Ausstellung im Visitor Centre über das Leben der Ureinwohner ist sehenswert. Aber, wie so oft, auch hier kein einziger Aboriginie.



Die Lunette sind die wie eine Mondsichel geformten versteinerten Erdschichten an der Ostseite des ehemaligen Sees. Sie sind durch jahrtausendelangen Wechsel von Überflutung und Austrocknung entstanden und haben durch Wind und Wetter ihr heutiges Aussehen erhalten.
Wir wandern ein kleines Stück zu der Chinies Wall, näher heran darf man nur unter sachkundiger Leitung eines Aboriginie, aber wo sind sie?



Das war bei den Pinnacles im Namburg NP schöner, da konnte man wenigstens zwischendrin herum laufen.
Und der Red Top sieht aus wie der Brice Canyon im Mikroformat.



Es ist sehr heiß und trocken in diesem Kessel, so dass auch nur wenige Tiere hier überleben können. Wir sehen Emu Papa mit elf Jungen,



Rotes und Graues Riesenkänguru



sowie eine kleine Echse, die ein bißchen an Short Horned Lizzard erinnert.



Diese weißen Sanddünen sind nicht besonders groß, aber wandern bis zu drei Meter pro Jahr,



und das Purcupine Grass sieht wirklich wie ein Stachelschwein aus.



Auf einem der Basic Camps des NP's übernachten wir umgeben von Kängurus.



Da der Mungo NP ausschließlich unpaved zu erreichen ist, erwarten uns bis Mildura noch einmal 90 Kilometer Gravel Road, allerdings der schlimmsten Sorte.



Nach knapp vier Stunden Fahrzeit herrscht absolutes Chaos im 'Wohnzimmer', alles durcheinander gerüttelt, aber heil geblieben. Und die Zahnbürsten finden wir erst nach langem Suchen hinter dem Kühlschrank.
Der Campground von Mildura ist wie ein Skulpturenpark liebevoll ausstaffiert.



Nach dem Dunkelwerden kommt unser persönlicher Kusu, schnuppert an uns herum, springt auf unseren Tisch, blättert ein wenig im eBook rum und verschwindet wieder.

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