Statt grünem Rasen gibt es auf dem Golfplatz Karumbas winzige Wallabys, Wallaroos und Hunderte von Papageien.



Am Karumba Point sehen wir die Sonne im Wasser untergehen, eine seltene Begebenheit auf dem eigentlich quer durchs Land verlaufenden Savannah Way.
Nun beginnt der unbefestigte Teil des Savannah Ways, aber die Wettervorhersage verspricht nur Sonne, keinen Regen. Die Creekdurchfahrten sollen passierbar sein, so dass wir in drei Tagen auf den Stuart Highway treffen können. Mit ausreichend Vorräten an Speisen, Getränken und Diesel geht es los.
In Burketown gibt es einen Outback Pub und einen deutschen Work and Traveller als Bedienung. Er erklärt uns, dass die Bierflaschen hier Stubby heißen und damit das Bier bei diesen Temperaturen nicht bereits nach zwei Schlucken lauwarm ist, gibt es den stubby cooler gleich mit.



Morgens soll es hier den Morning Gloe gegeben haben. Bei der Morning Glory Cloud handelt es sich um ein Phänomen, das im Frühling regelmäßig im Golf von Carpentaria beobachtet werden kann, eine scheinbar rollende Wolke von mehreren hundert Kilometern Breite, aber nur ein bis zwei Kilometern Höhe und Tiefe. Wir haben nichts davon bemerkt, evtl. war es nicht die richtige Zeit oder der falsche Standort. Von den 201 Einwohnern haben wir keinen getroffen und konnten es somit nicht erfragen.
Hells Gate Roadhous ist die letzte Tankstelle vor 320 Kilometern unsealed und wird durch einen originellen Wegweiser am Straßenrand angekündigt.


 
Und so tanken auch wir als eins von zehn Autos, die hier pro Tag vorbeikommen, denn diesen Schildern sollte man Glauben schenken.



Die Piste ist stellenweise gut befahrbar, stellenweise Waschbrett, wobei man schon bei 20 km/h das Gefühl hat, der Wagen fällt auseinander. Naja, eine Schranktür ist abgefallen, die andere hat sich 'eigenverantwortlich'geöffnet. Das Geschirr ist teilweise zerdeppert, aber unsere Klamotten in den Stapelkisten sind gut verstaut. Trotz fehlender Schranktür stehen die Kisten fest aufeinander. Dieter bindet eine Tür fest, damit sie sich nicht mehr verselbständigen kann, die andere wird im Bett deponiert.
Und dabei wir haben nicht annähernd die zulässige Höchstgeschwindigkeit ausgereizt!



Wir sind zwar auf's Übernachten im Busch vorbereitet, aber eine richtige Dusche ist bei dieser Hitze und dem Staub doch verlockender als eine Nacht am Straßenrand. Mit Allrad sind die Wasserdurchfahrten gut zu bewältigen und nach weiteren 30 Kilometern Buckelpiste haben wir um 18:00 Uhr Borroloola (770 Einwohner, davon 570 Aboriginals) ohne weitere Schäden erreicht.




Nun sind wir im Northern Territory und müssen die Uhr eine halbe Stunde zurück stellen. Ab jetzt heißt es wirklich G'Day Mate (Giddai, Mait), Shiela und Bloke!
Die letzten 375 Kilometer auf dem Carpentaria Hwy zum Stuart Hwy sind nicht ganz so langweilig. Auf der asphaltierten, aber oft einspurigen Straße, fahren auch Road Traines. Kommt einer entgegen, kann man nur scharf bremsen, runter von der Straße und ab in den Dreck. Manchmal ganz schön aufregend.




Wir brausen durch bis Katherine (6.100 Einwohner), legen hier nach fünf Tagen reiner Fahrt eine Pause ein und entspannen bei dem herrlichen Lärm der zig Vögel, bei dem jede Unterhaltung ausgeschlossen ist.






Wir haben erleiden müssen, welche Langzeitwirkung Mückenstiche haben können und so wird diesmal das Moskitonetz jeden Abend gespannt. Es schläft sich herrlich, wenn man weiß, dass Mücken, Fliegen, Käfer und sonstiges Krabbelzeug ausgesperrt bleiben.
Auf dem Savannah Way ist der Weg das Ziel. Die anstrengende Fahrt durch die manchmal etwas öde Landschaft wird nur durch Termitenhügel, tote Wallabys, an denen sich Schwarzmilane, Keilschwanzweihen sowie Keilschwanzadler gütlich tun, Brumbys oder Kühe unterbrochen.





Brumby ist das australische Wildpferd, welches aus verwilderten Pferden unterschiedlicher Rassen entstanden und sehr scheu ist.




Terrmitenhügel gibt es in verschiedenen Varianten, winzig oder wie Kleckerburgen und dupsige Schneemänner ohne Hut, riesengroß und auch in Massen wie Stelen auf einem Friedhof, oftmals mit Kühen dazwischen.




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