Auf dem stromlosen Campground am Turtle Rock Cafe in Cape Tribulation (330 Einwohner) sind wir mitten im Wald. Der Waran empfängt uns wieder einmal



und die Rufe der Reinwardthühner hören wir die ganze Nacht. Diese Großfußhühner gibt es nur auf einem schmalen Streifen an der Nord- und Ostküste Australiens.



Sie legen ihre Eier in Nisthügel, die eine Höhe von einem Meter und einen Durchmesser von zehn Metern erreichen können. Diese Nisthügel werden über Jahre gepflegt und bewacht. Weitere Brutpflege findet nicht statt. Nachdem die Eier durch Sonnenwärme ausgebrütet sind, befreien sich die Jungen aus dem Hügel und sind dann vollkommen auf sich gestellt.
Auch den metallicblauen Ulysses Schmetterling sehen wir vorbei fliegen. Ein kurzes Leuchten im Wald und schon ist er fort.
Weiter nach Cook Town geht es über den wunderschönen 4WD Bloomfield Track.



Cook Town (2.350 Einwohner) ist um diese Jahreszeit ein kleines verschlafenes Örtchen, riesig breite Straßen und kaum Autos, Menschen schon gar nicht.




Der Wind hat immer noch nicht nachgelassen. So gehen wir in Port Douglas fein Redclaw Crayfish essen,





bevor wir über die kurvenreiche Inlandstrecke nach Kuranda fahren. An der Barron Gorge und laufen wir den Boardwalk durch den Regenwald bis zur Railway Station.




Dabei hat man einen super Blick auf den Wasserfall.



In der Butterfly Sanctuary schauen wir uns die einzelnen Entwicklungsstadien der Schmetterlinge an. Am beeindruckendsten sind die Raupen. Sie fressen ununterbrochen und in Windeseile ist von einem Blatt nur noch die Rippe übrig.



Uns verwundert, wie unterschiedlich die männlichen und weiblichen Schmetterlinge gefärbt sind, z.B. ist beim Cairns Birdwing das Männchen leuchtend grün und das Weibchen unscheinbar braun-schwarz.




Abends geht es zum Nightfire im Tjapukai Aboriginal Cultural Park, einer Mischung aus traditioneller Zeremonie und Show. Es ist sehr angenehm, denn hier heißt es nicht bereits beim Empfang, wie wir es in vielen anderen Aboriginal Cultural Centres erlebt haben: 'Wir waren schon seit mehr als 40.000 Jahren hier und ihr habt unsere Kultur zerstört'.
Da man nicht erwarten kann, an einer echten Zeremonie der Aboriginal beteiligt zu werden, ist es eine gute Entscheidung, an dieser touristisch aufbereiteten Einführung in die Aboriginal Kultur mit großem Spaßfaktor teilzunehmen.
Wir erhalten traditionelle Gesichtsbemalung, um symbolisch in den Stamm der Djabugay People aufgenommen zu werden.



Nach der Vorstellung traditioneller Tänze,



Gesang und Didgeridoo Musik gibt es Buffet und natürlich kitschige Abschlußfotos.



Auch die Ausstellung und den Film im Eingangsbereich kann man empfehlen.



Kleine Überraschung, als wir gegen 22:00 Uhr wieder im Caravan Park von Lake Placid eintreffen, haben sich Tisch und Stühle in Luft aufgelöst und tauchen auch am nächsten Tag nicht wieder auf. Bei Bunnings gibt es ausreichend Campingzubehör, aber ärgerlich ist es doch.
Der Wind läßt allmählich nach und wir fahren zurück nach Port Douglas, um endlich die lang ersehnte Schnorcheltour zum Great Barrier Reef zu unternehmen.

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