Beim Rückflug nach Rarotonga brauchen wir nicht einmal die Pässe zeigen. Wozu auch, es existiert nur eine Flugverbindung und irgendwie muss man ja hergekommen sein. Wir starten auf Aitutaki am 20. November mit 11 Stunden zurück gegenüber zu Hause, überfliegen die Datumsgrenze und landen am 22. November mit 12 Stunden vor zu Hause. Somit ist ein Tag futsch, Freitag den 21. November gibt es für uns nicht.

Morgens gegen 2:00 Uhr sind wir in Auckland eingereist und müssen uns bis zur Öffnung der Autovermietung noch knapp acht Stunden auf dem Flughafen herumdrücken. Aber mit Kopfkissen und Schlafsack kann man bequem tief und fest schlafen. Dieters Schlaf wird gegen 5:00 Uhr abgebrochen durch Gebrüll und Kampfgeschrei. Eine Gruppe junger Maori verabschiedet zwei Freunde, wohin auch immer, lautstark mit traditionellem Haka. Und bereits auf dem Flughafen merken wir, dass es nicht mehr so warm ist. Unsere Körper müssen sich nach den Wochen der Supersonne umgewöhnen, ebenso Fritzis Haare. Durch Sonne und Dauerschnorcheln sind sie strohig und die Oberhaare restlos ausgeblichen, wenn sie Zopf trägt, ist der total gescheckt.
                           
Bei der Übernahme des Camper Vans staunen wir beim Blick auf die Kilometeranzeige: er ist schon über 1/2 Millionen Kilometer gefahren. Wir wussten, dass es ein altes Fahrzeug sein wird, daher der günstige Preis. Es ist erst einmal alles ok, ebenso die Ausstattung: Bett, Tisch, Kühlschrank, Waschbecken, 40l Wassertank und zweiflammigen Kocher.
     
Nun geht es auf der linken Seite weiter. Das Fahren ist nicht ganz so schwierig, es ist nur eben alles seitenverkehrt: Schaltung, Blinker, Scheibenwischer. Über die Straße zu gehen und in die richtige Richtung zu schauen, ist da schon eine größere Herausforderung. Merkwürdigerweise kommt bei diesem ganzen Verdrehen auch noch die Sprache durcheinander, man meint rechts und sagt links.

Beim Einkauf nehmen wir, nach den letzten Wochen ausschließlich Huhn, endlich mal Lamm. Und ab geht's auf die Autobahn, immer linke Spur : ). Aber dann kommen sehr enge Straßen, Serpentinen bergauf und bergab, man kann höchstens 30km/h fahren. Und das mit fremdem Fahrzeug und auf der falschen Seite, sehr anstrengend. Wir übernachten im Wenderholm Regional Park mit telefonischer Anmeldung. Telefon abheben, warten bis sich jemand meldet, Fahrzeugkennzeichen durchsagen, $12 in den Umschlag stecken und man bekommt den ungefähren Platz angesagt. Es ist ein Parkplatz in herrlicher Natur und 10 m zum Strand. Wir probieren unsere Facilities wie Herd, Kochgeschirr, Abwäsche und sind mit unserem Camper zufrieden. Die Nacht ohne Schlaf macht sich bemerkbar, wir sind müde und schlafen fast 10 Stunden durch.

Am nächsten Morgen dann die große Überraschung: der Motor bleibt stumm! Wieder nutzen wir das Telefon ohne Nummer und werden mit dem AA Roadservice verbunden. Die Batterie war absolut alt und die Klemmen total vergammelt. Aber für ADAC-Mitglieder ist der Service für ein halbes Jahr auf NZ kostenfrei und die Ersatzteil- und Reparaturkosten übernimmt nach telefonischer Rücksprache die Vermietung. Außer zwei Stunden Zeit hat es uns somit nichts gekostet.  

Endlich können wir uns auf die Berge, Pflanzen und Tiere in unserer neuen 'Heimat' für die nächsten acht Wochen einlassen. Denn für die unglaubliche Natur sind wir schließlich hergekommen. Wir bewundern die Regenwälder, die Riesenfarne,
die Hänge voller blühender Kapuzinerkresse, Lupinen, Ginster und Fingerhut.  

Die Bay of Islands wird unserer Ansicht nach völlig überbewertet, denn man kann ihre Schönheit nur vom Wasser aus erleben. Für die Landratten bleiben nur totaler Touri-Rummel und etwas überteuerte geführte Touren. Die abseits gelegenen ausgewiesene Campsite in Rawhiti gibt es nicht mehr. So setzen wir mit der Fähre nach Okiato über und bestaunen dabei den Katamaran 'Mariposa' aus Hamburg.

In Kerikeri übernachten wir mit etlichen Work-and-Travelern aus aller Welt. In der Küche geht es zu wie in Saigon auf der Hauptstraße. Am lautesten sind diesmal die Sachsen und die Malayen. Zeitweise sind 25 Leute in der Küche, ein höllischer Lärm und Riesenspaß. Alle reden durcheinander, fragen woher man kommt und zeigen, was gekocht wurde. Manchmal darf man sogar kosten, z.B. Muscheln mit Knoblauch, Ingwer und Wein.     
Internet ist zwar häufig verfügbar, aber meist recht teuer. In einigen Lokalen und Caffee´s kann man für 30 Minuten eine kostenlose Anmeldung erhalten, natürlich nur mit Code. Ansonsten kostet eine Stunde $5 oder 24 Stunden $7. Ob man die gesamte Zeit angemeldet ist oder nicht, spielt keine Rolle. Von der Sekunde der Abbuchung von der Kreditkarte läuft die Zeit. Somit sind wir weiterhin schlecht erreichbar und unsere Berichte kommen nur langsam voran.
In den Campsites zahlt man für einen Camper mit zwei Personen zwischen $34 und $50 pro Nacht. Dafür hat man Küche, Dusche, Toilette, Waschmaschine und Trockner. Laundry muß man jedoch extra bezahlen, manchmal auch das warme Wasser.
Die Rainbowfalls laden zwar zum Baden ein, uns ist es schlichtweg zu kalt. 
 
Das älteste Steinhaus Neuseelands haut Europäer natürlich nicht vom Hocker, woraus sollen Häuser sonst sein? Interessanter ist das Caffee mit dem botanischem Garten.

Kurz hinter Kerikeri besuchen wir ein Weingut. Es gibt gute Tropfen zu sehr 'guten' Preisen. Es fängt an zu nieseln und so machen wir uns auf den Weg zur Ostküste.

Die Sanddünen von Opononi darf man nicht betreten, da sie heiliges Gebiet der Maori sind. Wir versuchen eine kleine Wanderung am Arai Te Uru Reserve, doch der zunehmende Regen treibt uns schnell ins Auto zurück.

 

 

Im Waipoua Forest bestaunen wir den größten und ältesten Kauribaum mit 17 Metern Stammumfang und über 50 Metern Höhe. Er ist bereits über 2.000 Jahre alt, sehr beeindruckend.

Kauri ist ein neuseeländischer Nadelbaum, der nur auf der Nordinsel wächst. Der langsam wachsende Baum sieht in der Jugend wie ein dünner Laubbaum aus und erst mit knapp 50 Jahren wie ein Nadelbaum. Mit 150 bis 200 Jahren wirft er die unteren Äste ab und bildet eine schirmförmige Krone aus, auch nicht nadelbaumtypisch. Wahrscheinlich kann der Baum so alt werden weil die Rinde sich in Flocken abschält, so dass sich die hier in Massen vorkommenden Aufsitzerpflanzen nicht dauerhaft ansiedeln können.

Und so sieht ein junger Kauribaum aus.

Auf der Suche nach der Campsite fahren wir in einen restlos ausgefahrenen und durch den Regen aufgeweichten Lehm-Schotterweg (gilt hier als Straße). Natürlich kommt der Wagen ins Schleudern und es ist nicht einfach mit der etwas ausgeschlagenen Lenkung und Hinterradantrieb das Fahrzeug wieder auf Spur zu bringen. Schöner Schreck, denn rechts sind Felsen und links Abgrund. Irgendwann stellen wir dann fest, dass es der falsche Weg sein muss, also zurück. Die Nacht in Baylys Beach ist kalt. Dafür scheint am Morgen die Sonne und wir genießen den Strandspaziergang. Am einsamen Strand liegen viele Reste von Kauri Bäumen, Kauri Küste eben. Hohe Wellen, Strömung aber auch die Temperatur verleiten nicht gerade zum Baden, nur der Sonnenbrand ist bei dem kühlen Wind vorhersehbar.


Um nach Coromandel zu kommen, muss man zurück in den Riesenstau von Auckland. Von den ausgewiesenen Campingplätzen der Stadt haben wir sogar einen gefunden. Und das war in dem Gewühle nicht ganz einfach. Auf dem Weg nach Coromandel Town besuchen wir kurz hinter Thames einen faszinierenden Schmetterlingsgarten.

Die Straße ist äußerst kurvenreich und verläuft direkt an der stürmischen Küste entlang. Stellenweise muss man den Scheibenwischer wegen des Spritzwassers der Wellen einschalten.

Wir kaufen frische und geräucherten Green Mussels, sehr lecker. Wir beginnen den bush walk trotz Nieselregen mit Zwiebelschalenbekleidung. Mit den dünner werdenden Wolken entledigen wir uns jedoch immer mehr unserer Klamotten. Es wird sogar richtig schön warm.

Die Straße zur Nordspitze ist als echte Straße ausgewiesen, besteht aber nur aus Schotter. Da möchten wir nicht bei Nässe zurück fahren müssen und wählen die Übernachtung auf der Nordspitze zugunsten von Whitianga ab.

Es bläst mächtig, so dass die frisch gewaschenen Klamotten auf der Leine schnell trocknen, allerdings braucht man sehr gute Wäscheklammern. Meine sind von der Sonne schon etwas porös, so dass neue her müssen. Coromandel mit seinen Buchten, Stränden und vorgelagerten Inseln gefällt uns wesentlich besser als Bay of Islands.

Dieter hat einen Internetzugang über Handy für vier Wochen und $19 gekauft. Dazu gehören nicht viel Daten, aber zum emails checken ist es ausreichend und wir haben sogar eine neuseeländische Telefonnummer bekommen. Wir können jedoch nur angerufen werden oder SMS erhalten, ist aber für den Notfall ok.
Der Hot Water Beach ist nicht ganz das, was er verspricht. Wir haben etliche der tiefen, von fleißigen jungen Männern gegrabene Löcher probiert, es war nirgends warmes Wasser, geschweige denn heißes.

Also wandern wir zur Kathedral Cove. Wir könnten zwar auch das Wassertaxi, die einzige Verbindung dorthin, benutzen, aber so altersgerecht wollen wir es nun doch noch nicht.

Und wieder geht es kurvenreich bergauf und bergab bis nach Waihi. Dort bestaunen wir die heute noch betriebene Gold Mine Martha. Man kann sehr tief hineinschauen (650 m) und die Riesenlaster klein wie Ameisen aus dem Berg klettern sehen.

Hier werden aus einer Tonne Gestein zwei bis drei Gramm Gold gewonnen. Das reicht gerade so zum Überleben. Es gibt bereits Pläne, die Grube nach der Schließung in einen Riesensee als Naherholungsgebiet umzuwandeln.

In Rotorua ist es leider wieder kalt, aber unsere Campsite hat einen Geothermal-Pool mit 40°C warmem Wasser, es riecht leicht schwefelig, ist aber sehr entspannend.


Das mehr zur kalten Jahreszeit denn zum Sommer tendierende Wetter lässt uns manchmal ganz schön frieren. Somit muss das Abstinenzzeitalter aufgehoben werden, die Abende lassen sich bei diesen Temperaturen nur in Verbindung mit Rotwein aushalten.

Ein schöner alter Pub verspricht für den Abend Livemusik. Wir wollen etwas kulturelle Abwechslung. Diese vom Herbert geprägte Musik ist uns jedoch zu eintönig und so verlassen wir nach dem ersten Guiness das Lokal bereits wieder und gehen zum Weihnachtsmarkt. Der findet hier nur einen Abend statt, aber ebenso mit 90% Fressbuden. Wir probieren japanische Glasnudelsuppe und thailändisches Curry.

Das Maoridorf Whakarewarewa ist eine echte Wohnsiedlung und schließt deshalb ab 17:00 Uhr für Touristen ihre Pforten. Führungen sind im Preis inbegriffen, ebenso wie Kulturprogramm mit Haka- und Wellentanz. Wir entdecken einen schauspielerisch sehr talentierten Führer und schließen uns ihm an. So erleben wir einen amüsanten Einblick in die Maori Kultur. Den in der heißen Quelle gegarten Maiskolben probieren wir ebenfalls, mit Butter schmeckt es ganz lecker.



Das Museum von Rotorua ist ein altes Badehaus. Obwohl am Eingang mehrfach auf die Gefährlichkeit des Filmes hingewiesen, Kindern und Schwangeren der Besuch untersagt wird, gibt es keine wackelnden Sitze o.ä., die den Vulkanausbruch von 1886 imitieren. Wir sind ein wenig enttäuscht.

Auf dem Weg nach Taupo wärmen wir uns an den Mud Pools auf. Zu dicht sollte man nicht herangehen, die Schlammfontänen sind kochend heiß.


In Taupo wandern wir zu den Huka Falls und beobachten die Jet Boote. Die Fahrt ist zwar ein prickelndes Ereignis, allerdings haben die Preise sich in den letzten Jahren verdoppelt. Da wir bereits vor 10 Jahren sehr spektakulär an den Wasserfall gejettet sind, verzichten wir dieses Mal.

Was für ein Glück, vom Taupo See aus haben wir einen fantastischen Blick auf den Tongariro National Park und die schneebedeckten Gipfel.


Dann donnern zahlreiche Motorräder an uns vorbei und bevor wir und sämtliche anderen Passanten kopfschüttelnd hinterher schauen können, hören wir die Sirene und dann kommt wirklich das Polizeiauto angebraust. Es ist wie im Film.

Mehr und mehr Wolken beherrschen den Himmel und wir beschließen nicht zum Tongariro National Park zu fahren. Vor 10 Jahren haben wir dort drei Tage auf besseres Wetter gewartet und mussten dann doch ohne das berühmte Tongariro Crossing weiter fahren. Bevor uns nun das gleiche blüht, beschließen wir den Tongariro auszulassen und uns dem 'Forgotten World Highway 43' zu widmen.

Wir fahren westlich um den Tauposee bis Taumarunui und schauen uns die Glow Worm Cave von Kaukahi an. Gegen 21:00 Uhr ist es dunkel genug und in der kleinen Schlucht tauchen die ersten hellen Punkte auf. Nach einer halben Stunde sind an den Wänden mehrere 1.000 leuchtende Punkte zu sehen, wie ein übervoller Sternenhimmel.
Die neuseeländischen Glühwürmchen sind Pilzmücken, sehr kleine Mücken, die im Larvenstadium Bioluminiszenz zeigen. Die ausgewachsenen Mücken nehmen keine Nahrung auf, d.h., sie stechen nicht!

Dann geht's auf den 'Forgotten World Highway 43' mit den Heritage Trails. Auf einem kurzen Trail mit tollem Blick zum Tongariro, wenn man denn Sicht hat, treffen wir zwei Australier vom Rotarie Club Perth. Nach der üblichen Kommunikation woher - wohin, tauschen wir unsere email-Adressen und sie laden uns nach Perth ein. Mal sehen, was draus wird.

An der Stichstraße von Tokirima beginnt nach18 Kilometern der Trail zu den Ohura Falls. Nach kurzem Suchen entdecken wir den Trail, aber nach 50 m stellt er sich leider als gesperrt heraus.

Hätten wir aber auch gleich an der Abfahrt feststellen können, wer lesen kann ist eben klar im Vorteil. Die Straße dorthin ist jedoch so schön, dass man sagen kann 'der Weg ist das Ziel'. Wir sehen zwei Wildkatzenbabys, etliche Fasane, wilde Puten und immer wieder sind 'wandernde Stöcker', oder ist etwas anderes gemeint wenn an der Straße „Wandering Stock“ steht?, unterwegs.

Manche wollen uns einfach nicht vorbei lassen, rennen von rechts nach links und wieder zurück, weichen aber nicht von der Straße.

 

Im völlig abgelegenen Tangaraku Bushcamp übernachten wir.


Morgens wieder Regen und wir fahren noch einmal zur Tangarakau Gorge und finden sogar das Grab von Joshua Morgan.


Die Beschilderung ist oft sehr spärlich, ein kleines Schild am Abzweig, häufig nur mit Blick in die meist gefahrene Richtung, muss reichen. Vorwegweiser gibt es nur zu Hotels oder kaufbaren Aktivitäten wie Heli Flight, Kayaking, Mountain Biking, Hiking to . . .

Bei leichtem Nieselregen gehen wir los zu den Mt. Dampers Falls. Aber plötzlich schüttet es und wir sind innerhalb einer Minute klatternass. Die Schafe auf den Wiesen schauen uns wiederkäuend an, so nach dem Motto 'seid ihr blöd!'

Da wir im Camper alles dabei haben, ist es einfach in trockene Klamotten zu wechseln. Der Regen läßt nicht nach und wir entscheiden uns gegen weitere Wanderungen. So fahren wir noch einmal durch die äußerst engen Moki und Mahaku Tunnel hin und zurück.

In der selbst ausgerufenen Republik Whangamomona machen wir Kaffee Pause und holen uns den Stempel im Pass.


Leider liegen die tollen Aussichtspunkte alle im Nebel. Nichts mit Blick auf Mt. Tongariro, Mt. Ngauruhoe und Mt. Ruapehu und den Egmont National Park mit Mt. Tanganaki (Mt. Egmont). Man könnte den Forgotten Highway auch mit einer motorisierten Draisine auf den Forgotten World Rails in Kombination mit Jetbooten befahren, ist allerdings sehr teuer.

In Stratfort hören wir uns „The Glockenspiel“ an. Irgendwie haben wir Glockenspiel anders in Erinnerung. An dem Turm geht eine Tür auf, eine Figur schaut raus, dazu kommen ein Sprecher und plärrende Musik vom Band.

Immer neue Wolken mit dicken Nebelschwaden drücken gegen den Mt. Egmont, der groß und mächtig vor uns liegt, doch für uns unsichtbar bleibt. Wir laufen einen kleinen Weg zu den Dawson Falls durch wunderschönen Regenwald.

Dann taucht für wenige Sekunden ein Teil des schneebedeckten Mt. Taranaki zwischen den Wolken auf. In Whanganui ist der Strand schwarz, leer, windig und doof.

In Otaki treffen wir Alysaparol (Alysha, Saskia, Patrick, Roland), Dieters Ex-Kollegen mit Kindern, und tauschen unsere Erfahrungen, Nordinsel gegen Südinsel, aus.

Die Abkürzung von Waikanae nach Upper Hutt erweist sich dann doch als erhebliche Zeitverzögerung. Kennt etwa keiner Dieters Abkürzungen? Und die Robbenkolonie bei Wellington ist nun nicht mehr zu schaffen.

In Wellington gibt es ein Motorhome direkt am Wasser und mitten in der Stadt. So können wir in wenigen Minuten sämtliche Sehenswürdigkeiten erreichen. Küche gibt es hier nicht. Ist jedoch kein Beinbruch, wir wollen eh die gesamte Zeit essen gehen, Thai, Malayisch, Fisch ...

Am Underground Market ist Weihnachtsmarkt, geht aber nur drei Stunden und ist eigentlich bloß Vorführung von Weihnachtsliedern. Und dann ist Christmas Parade. Mehr als eine Stunde ziehen die Wagen und Musikgruppen, und sogar eine Hundegruppe, an uns vorbei. Es ist total lustig, wie Karneval, nur die Kamelle fehlen.



Postkartenwetter in Wellington, somit ist frühstücken im Freien angesagt. Das Te Papa Museum beeindruckt uns wieder und als Neuheit ist ein präparierter Giant Squid ausgestellt. Von Riesenkraken wußten wir ja bereits, aber von so einem beeindruckendem Riesenkalmar hatten wir noch nie gehört. Dieser hatte sich 2007 in einer Fangleine der Antarktisfischer verfangen. Er war 4,2 Meter lang, 495 Kilogramm schwer und seine Augen hatten einen Durchmesser von 27 cm.

Am Wasser lang zu schlendern ist bei dem Traumwetter einfach toll und die zahlreichen Restaurants sind gut gefüllt. 45 Minuten Wartezeit bis ein Tisch leer wird, sind bequem zu überbrücken, da man immer eine Bar mit Bier und Cider findet.

Wir probieren Paddle Crabs. Das sind sehr lecker schmeckende Schwimmkrabben, deren fünftes Beinpaar zu einem kleinen Paddel umgewandelt ist.


Mit dem Cable Car fahren wir gleich morgens zum botanischen Garten. Gott sei Dank, denn mittags ist die Schlange extrem lang. Auf dem Heimweg genießen wir bei Bier und Cider ein letztes Mal den schönen Blick auf den Hafen.

Morgens früh um 6:00 Uhr beginnt der Andrang auf die Duschräume. Die Hälfte der Camper verlassen den Platz und um 7:15 Uhr treffen wir uns alle an der Fähre wieder. Und dann geht es auf die Südinsel.