Der Flughafen von Perth ist ähnlich wie in Melbourne: kleine Halle, fast keine Sitzgelegenheiten. Die beiden Flughäfen sind wie zu große Bushaltestellen, sehr lieblos gestaltet, ganz im Gegenteil zum Rest des Landes. Zu allem Überfluss wurden wir die fünf Stunden Flug von einem Asiaten in einem unverständlichen Englisch vollgequatscht.
Singapore empfängt uns mit 32°C und einem Taxifahrer, der mit Vergnügen nach Deutschland fährt, um auf den Autobahnen ohne Limit unterwegs zu sein sowie das preiswerte und gut schmeckende Oktoberfestbier zu trinken.
Wir sind noch angeschlagen und werden ziemlich schnell müde. So genießen wir die schöne und saubere Stadt vom Oberdeck der Hippo Hop on – Hop off Tour. Mit unserem 24-Stunden Ticket gondeln wir einen Nachmittag und einen Vormittag durch China Town,

Little India,

 

den Financial District,

die Orchard Road sowie die aufgespülten Gebiete wie 'Marina Bay Sands' mit den Hunderten von Shops.

Und bewundern den Einfallsreichtum: ein Fußballfeld im Wasser.

Selbst die Baustellen sehen in dieser sauberen Stadt anders aus.

In der 53. Etage des Skyparks kann man vom Observationsdeck für $25 auf die Stadt schauen. Wir bleiben jedoch nicht lange. Erstaunlicher Weise ist dort oben absolute Windstille und die Sonne brennt gnadenlos, Schattenspender gibt es nicht. Und den Swimming Pool mit Wellenanlage, Liegestühlen im Schatten dürfen nur Hotelgäste nutzen. Diese Aussicht ist das Geld nicht wert.

Die Hotelhallen der drei Türme sind ebenfalls riesig, erinnert irgendwie an nazistischen oder stalinistischen Gigantismus, nur moderner.

Auch in Singapore gibt es Bausünden, aber mittlerweile dürfen wieder liebevoll restaurierte alte Häuser, Tempel und Hochhäuser nebeneinander existieren.

Und essen kann man hier preiswert und sehr schmackhaft. Wir wagen uns sogar in die Food Courts der Inder, Malayen, Chinesen, Koreaner, Thailänder, Indonesier, Philippinos … Leider können wir die Schriftzeichen nicht lesen und auch die Abbildungen zeigen uns völlig unbekannte Nahrung.
Wir schauen den anderen Leuten auf die Teller und nehmen an einem Stall Lahksa (das haben wir schon Mal gehört).
Es ist alles frisch zubereitet und schmeckt wunderbar.

 

Natürlich probieren wir auch die Köstlichkeiten im Swissôtel The Stamford bei toller Aussicht im 72. Stock.

Das fantastischen Brunch bietet eine riesige Auswahl an Suppen, Muscheln, Krabben, Langusten, Scampis, Fisch, Sushi, Salat, Käse, Schinken, Angus Rind, Lamm, Stew, Artischocken Lasagne und Unmengen von Kuchen, Torten, Mousse, Sabayon, Eis, karamelisierten Früchte. Der Koch geht immer Mal wieder herum und reicht weitere Köstlichkeiten wie frisch zubereiteten Lachs oder Fois Gras.
Mit reichlich Jasmin Tee schafft man es, drei und eine halbe Stunde lang ununterbrochen zu essen.

Es scheint ein langfristiges Programm zur Begrünung der Hochhäuser zu geben. Es sieht toll aus, aber leider eignet sich nicht jedes Haus dazu.

 

Die Statue des Merlion, das Wahrzeichen Singapores, wurde im Februar 2009 durch einen Blitzschlag stark beschädigt. Nach der Reparatur gibt es nun einen speienden Merlion.

Die abendliche Laser Show der Fountain of Wealth am Suntec Centre hält nicht ganz, was sie verspricht. Hier könnten einige Inspirationen aus Las Vegas nicht schaden.

Wir schlendern am Fluß entlang, halten einen Plausch mit den Gründern von Singapore

und entdecken erneut faszinierende Gebäude.

Leider ist heute schon unser letzter Tag in Singapore und damit auch der Letzte Tag unserer 7,5 Monate dauernden Reise.
Der Flieger soll zehn Minuten vor Mitternacht starten und so dürfen wir bis 14:00 Uhr das Hotelzimmer nutzen und danach unser Gepäck in der Halle stehen lassen. Noch ein Mal zum Dali und den vielen Skulpturen am Fluß bummeln und das letzte Abendessen natürlich beim Din Tai Fung.

Um 20:00 Uhr fahren wir mit einem lustigen und gesprächsfreudigen Taxifahrer zum Airport. Der Flug startet mit 1,5 Stunden Verspätung und dann fliegen wir fast 12 Stunden durch die Nacht. Nun sind wir so spät in Istanbul gelandet, dass die 25 Minuten zum Umladen des Gepäckes und der Passagiere nicht mehr reichen und wir heben mit einer Stunde Verspätung ab.
Nach fast sechs Monaten gemütlichem Linksverkehrs wollen wir uns nicht direkt vom Flieger aus in den brausenden deutschen Rechtsverkehr stürzen. Am Flughafen erwartet uns der 'kleine Andy' von RUX-Reisen und, welche Überraschung, Mickie ist auch da. DANKE Euch Beiden!